Der Aufsichtsrat des Norddeutschen Lloyd, Bremen, schlägt der auf den 12. März einberufenen ordentlichen Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 1957 einen Bonus von 4 v. H. auf das Grundkapital von 18 Mill. DM zu verteilen. Angesichts der stark rückläufigen Ertragslage im Geschäftsjahr 1958 ist für 1958 kaum mit einer Gewinnausschüttung zu rechnen. – Mit der Verteilung eines Bonus folgt die Bremer Reederei dem Vorgehen der Hapag, die für 1957 eine Ausschüttung von 6 v. H. verteilen will. Der höhere Hapag-Bonus ist offensichtlich deshalb möglich gewesen, weil hier der Großaktionär, die Deutsche Bank AG, für seinen Teil auf eine Ausschüttung verzichtet hat.

Die Beteiligungs-AG Ruhrort, Duisburg-Ruhrort, wird der Hauptversammlung am 13. März in Düsseldorf für das Geschäftsjahr 1958 wahrscheinlich eine von 6,5 auf 7 v. H. erhöhte Dividende auf unv. 5,2 Mill. DM Aktienkapital vorschlagen. Die Beteiligungs-AG war 1953 im Zusammenhang mit den Entflechtungsaktionen der Alliierten gegründet worden und übernahm die Beteiligungen der alten Gutehoffnungshütte in der Fa. Franz Haniel u. Cie. GmbH. Die Firma Haniel u. Cie. GmbH ihrerseits ist an der Beteiligungs-AG Ruhrort mit 51 v. H. beteiligt.

Die Vereinigte Deutsche Metallwerke AG, Frankfurt/Main, wird ihre Dividende für 1957/58 (30. 9.) auf 12,5 (10) v. H. erhöhen. Damit wird die ersparte Körperschaftsteuer an die Aktionäre weitergegeben. Den Rücklagen wurden darüber hinaus noch 2,5 Mill. DM zugeführt. Das dividendenberechtigte Kapital beträgt 61,45 Mill. DM. Hauptversammlung 13. März 1959. Beschäftigung und Auftragseingang der VDM im neuen Geschäftsjahr waren bisher befriedigend.

Die Raiffeisendienst Versicherungs – Gesellschaften haben die Änderung ihres Firmennamens in Raiffeisen- und Volksbanken-Versicherung Allgemeine Versicherungs-A. G. bzw. Raiffeisen- und Volksbanken-Versicherung Lebensversicherungs-Gesellschaft a. G. beschlossen. Diese Firmenänderung entspricht Vereinbarungen über eine engere Zusammenarbeit, die zwischen diesen Gesellschaften und der gewerblichen Genossenschaftsorganisation (Deutscher Genossenschaftsverband Schulze-Delitsch) getroffen worden sind. Diese Abmachung liegt im Zuge der Konzentrationsbestrebungen im Genossenschaftswesen, wie sie in dem einheitlichen zentralen Kreditinstitut, der Deutschen Genossenschaftskasse, der Deutschen Genossenschafts-Hypothekenbank und der für den gewerblichen und ländlichen Genossenschaftssektor arbeitenden Bausparkasse Schwäbisch Hall AG – Bausparkasse der Volksbanken und Raiffeisenkassen – zum Ausdruck kommen.

Durch Beschluß einer außerordentlichen Hauptversammlung der Werft Blohm & Voss AG wurde das Aktienkapital von 13,6 auf 17 Mill. DM erhöht. Die neuen Aktien werden sämtlich von der Phoenix-Rheinrohr AG Vereinigte Hütten- und Röhrenwerke, Düsseldorf, übernommen, die damit einen weiteren Teil der von ihr gegebenen Investitionskredite in Aktienkapital umgewandelt hat.