Das Assessorat für Fremdenverkehr der Region Südtirol-Trient gibt eine Schriftenreihe "Berühmte Kletterziele in den Dolomiten" heraus, in der jährlich etwa drei Hefte erscheinen: bisher als erstes, Heft eine zusammenfassende Schau der schönsten Dolomiten-Kletterberge (allerdings ohne die Civetta‚ die wohl in den Dolomiten, aber in einer anderen Region liegt), das zweite Heft war der Brentagruppe, das dritte der Rosengartengruppe gewidmet. Im kürzlich erschienenen vierten Bilderheft der Reihe wird nun die Gebirgswelt der Pala geschildert, ein Felsenreich "voll zartgegliederter Spitzen und Türme, in dem das Heitere dominiert und verhaltene Anmut selbst das Starke und Wuchtige beschwingt".

Einundzwanzig ganzseitige Aufnahmen zeigen, daß bei aller Ähnlichkeit der Bergspitzen untereinander doch ein großer Unterschied besteht für den, der die Berge "erlebt" hat. Die Palagruppe, östlich von San Martino di Castrozza, die am Rande der Dolomiten den Übergang zur norditalienischen Tiefebene bildet, ist bis heute ein recht seltenes Ziel Eingeweihter geblieben. Ein Berg ist darunter, der in den Alpen seinesgleichen sucht: die Cima della Madonna mit der Schleierkante, die sich so königlich über das "Alte Tal" (Valle della Vecchia) erhebt.

Das nächste Heft wird dem Sellastock,der Langkofelgruppe und der Marmolata gewidmet sein. Die Reihe wird mit zwei Heften über die Sextener Dolomiten und die Gletscherberge Südtirols abgeschlossen werden. k