Die August Thyssen-Hütte AG, Duisburg-Hamborn, gibt bekannt, daß der Umsatz des Unternehmens im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 9 v. H. hinter dem der entsprechenden Vorjahreszeit zurückgeblieben ist. Arbeiterentlassungen seien trotz aller Schwierigkeiten bisher vermieden worden. Allerdings ist im Januar bei nach wie vor schleppendem Auftragseingang für 1200 Mann Kurzarbeit eingeführt worden. Im Thomasstahlwerk, in den Blockstraßen und in der Fertigstraße 1 ist die Arbeitszeit unterschiedlich auf 38 bis 40 Wochenstunden herabgesetzt worden;

Die W. Feuchtwanger Bank KG in München hat in diesen Tagen ihre Tätigkeit aufgenommen. Die Geschäftsleitung liegt in Händen von Walter Feuchtwanger und Dr. G. F. Weißkopf. Das Haus Feuchtwanger ist seit mehr als einem Jahrhundert als Privatbank bekannt. Als es dem Haus 1936 unmöglich gemacht wurde, die Geschäfte in München weiterzuführen, errichtete ein Teil der Familie im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte, in Gemeinschaft mit verschiedenen Gruppen, außerhalb Deutschland Banken und Finanzierungsinstitute. Nunmehr ist das Haus auch wieder in Deutschland tätig.

Die Verwaltung der National-Bank AG, Essen, schlägt für das Geschäftsjahr 1957 eine auf 14 (12) v. H. erhöhte Dividende auf 3 Mill. DM Grundkapital vor. Hauptversammlung am 7. April. Ferner wird vorgeschlagen, das Grundkapital um 1 Mill. auf 4 Mill. DM uu erhöhen. Die jungen Aktien sollen den Aktionären im Verhältnis 3 zu 1 zu pari angeboten werden. Die Bilanzsumme der National-Bank erhöhte sich auf 169,1 (130,6) Mill. DM.

Die Hypothekenbank In Hamburg wird der zum 25. März einzuberufenden Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 1958 eine auf 12 (10) v. H. erhöhte Dividende vorschlagen. Das Berichtsjahr war befriedigend. Die neu bewilligten Hypotheken- und Kommunaldarlehen erreichten den Gesamtbetrag von rd. 168 Mill. DM. Pfandbriefe und Kommunalschuldverschreibungen wurden im Betrage von rd. 145 Mill. DM untergebracht. Die Bilanzsumme zu Ende 1958 beläuft sich auf rd. 463 Mill. DM. Die offenen Rücklagen betragen jetzt 9 Mill. DM und haben damit die Höhe des Grundkapitals erreicht, das im Oktober 1958 um 3 auf 9 Mill. MD erhöht worden ist.

Die Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot konnte in diesem Jahr ihren Geschäftsumfang abermals ausweiten. Der von dieser größten deutschen Bausparkasse seit der Geldreform für den Hausbau und für andere weltwirtschaftliche Zwecke den Bausparern zur Verfügung gestellte Betrag hat inzwischen 2;6 Mrd. DM überschritten. Wie breit die Streuung des durch Bausparen erworbenen Eigentums ist, zeigt die Berufsgliederung, nach der von den Darlehensempfängern dieses Jahres 42,8 v. H. Arbeiter sind. Die Gesamtgruppe der Lohn- und Gehaltsempfänger ist an den Bausparfinanzierungen der GdF Wüstenrot mit rund 70 v. H. beteiligt.