Rosemarie Albach, mit Künstlernamen Romy Schneider, hat vor dem Münchener Landgericht einen Prozeß verloren. Sie hatte ihn gegen die Defir-Filmgesellschaft angestrengt, weil diese ihren populären Namen mißbraucht und obendrein das Publikum irregeführt habe. Der Filmtitel "Romy – große Liebe in der kleinen Stadt" erwecke den Anschein, daß Romy, die einzige Romy, die es gibt, darin beschäftigt sei – was aber nicht der Fall ist. Für die Einmaligkeit des Namens Romy spreche, so meinte Romy Schneider, daß er eine eigene Erfindung ihrer Familie, eine Koseform für ihren wirklichen Vornamen sei. Das hohe Gericht hielt diese Erfindung nicht für so originell, daß sie gesetzlich geschützt werden müsse, die Abkürzungsform Romy sei nicht so einmalig, wie die einmalige Romy behaupte.

Romys Renommee wird diese amtliche Aberkennung der Einzigartigkeit aushalten. Schließlich trifft sie ja nicht ihren Ruhm, sondern nur den Namen, an den er sich gehängt hat... Horcher