Mit einer Umsatzsteigerung von 45,4 auf 53,5 Mill. DM oder um rd. 18 v. H. sind die Deutsche Telephonwerke und Kabelindustrie AG (DeTeWe), Berlin, im Geschäftsjahr 1957/1958 (30. 9.) gut vorangekommen. Der einschl. Vortrag von 0,55 auf 0,72 erhöhte Reingewinn gestattet es, der auf den 10. April einberufenen HV die Heraufsetzung der Dividende von 8 auf 10 v. H. vorzuschlagen. Gewinnberechtigt sind die am Stichtag ausgewiesenen 6,75 Mill. DM AK, während sich die im Oktober 1958 beschlossene Kapitalerhöhung um 3,375 auf 10,125 Mill. DM erst im neuen Geschäftsjahr auswirkt. Der bisherige Verlauf des neuen Jahres berechtigt zu einigen Hoffnungen, da der Umsatz im ersten Quartal etwas höher als im Durchschnitt des Berichtsjahres war und die hauptsächlich von der Bundespost abhängige Auftragslage für längere Zeit den Beschäftigungsstand sichert.

In das Berichtsjahr fiel der Verkauf des Rechenmaschinengeschäfts, das angesichts der internationalen Konzentration dieses Industriezweiges die finanziellen Entwicklungsmöglichkeiten von DeTeWe überstieg. Das Anlagevermögen und die etwa 300 Personen starke Belegschaft gingen auf die neugegründete Hamann-Rechenmaschinen GmbH, Berlin, über, deren Geschäftsanteile sich im Besitz der Smith Corona Marchant Inc., Oakland (USA), befinden. Obwohl dieser Verkauf die Trennung vom überwiegenden Teil des Privatgeschäfts bedeutete, auf dessen Ausbau die Gesellschaft vor einigen Jahren wegen der unsicheren Auftragslage der Bundespost besonderen Wert gelegt hatte, hat die Entlastung von diesem Produktionszweig wesentlich zur Verbesserung des Bilanzbildes beigetragen. In gewissem Umfang ergab sich im Privatgeschäft ein Ausgleich durch die im vorangegangenen Jahr erworbene Allgemeine Telefon-Fabrik GmbH, Hamburg, die im Berichtsjahr nach dem Eintritt der Organgesellschaft Deutsche Telephonwerke GmbH, früher Schieder (Lippe), jetzt Hamburg, als Komplementär in eine KG unter der Firma Allgemeine Telefon-Fabrik Deutsche Telephonwerke mbH und Co (ATF) umgewandelt worden ist. Die früher in Schieder tätige GmbH hat im Berichtsjahr ihre Produktion eingestellt. Sie ist von der Muttergesellschaft übernommen. G. G.