Ich habe festgestellt, daß Sie in Ihrer oben angeführten Rubrik sehr nützliche Ratschläge geben und wäre Ihnen für Unterrichtung über folgende Fragen dankbar.

Wenn man Investment-Zertifikate durch eine Bank verkauft, so werden 2 v. H. des Erlöses als Rücknahmegebühr abgezogen. Besteht eine Möglichkeit, Investment-Zertifikate ohne Verlust dieser 2 v. H. zu verkaufen? Gibt es z. B. einen Weg, dieselben direkt an Neuerwerber von Zertifikaten zu verkaufen? Meine zweite Frage bezieht sich darauf, wie man evtl. mit Interessenten, die Investment-Zertifikate kaufen möchten, in Verbindung treten kann. H. P. Hamburg

Antwort: Die Rücknahmegebühren bei Investment-Zertifikaten werden unterschiedlich berechnet. Jede Investment-Gesellschaft hat in ihren Geschäftsbedingungen einen Höchstsatz verankert, den sie bei der Rückgabe von Investment-Zertifikaten zugrunde legen kann. In den allermeisten Fällen wird jedoch ein niedrigerer Satz berechnet. Jede Bank hat dabei einen gewissen Spielraum. Selbstverständlich können Sie Ihre Investment-Zertifikate auch direkt an einen Interessenten abgeben. Dabei handelt es sich sozusagen um einen Verkauf von privat an privat. Aber auch darauf wird die Börsenumsatzsteuer fällig, die dann Käufer und Verkäufer direkt an das Finanzamt zu zahlen haben.

Den Käufer für Investment-Zertifikate muß in einem solchen Falle aber der Abgeber selbst suchen. Eine Vermittlungsstelle für derartige Geschäfte gibt es selbstverständlich nicht, denn normalerweise treten die Banken als Vermittler auf, deren Aufgabe es ja gerade ist, Wertpapierinteressenten zusammenzubringen.