GK München, im April

Münchens Ruf als Fremdenverkehrszentrum von internationaler Bedeutung wird in der Zeit vom 25. April bis zum 7. Mai durch eine Ausstellung bekräftigt, in der 31 Länder der Erde zeigen wollen, wie der Mensch von heute Urlaub macht. IGAFA heißt das Touristenparadies auf der Münchener Theresienhöhe oder mit vollem Namen „Internationale Schau für Gastronomie und Fremdenverkehr“.

Wie man allerorten bemüht ist, immer neue Anziehungspunkte für die Fremden auszutüfteln, wird auch diese Ausstellung einige Attraktionen aufzuweisen haben. So nehmen hier zum erstenmal Indien und Japan an einer europäischen Gastronomie- und Touristik-Schau teil. Nicht zuletzt deshalb, weil durch den Ausbau des interkontinentalen Flugreiseverkehrs diese beiden Länder auch in das Blickfeld des modernen Tourismus gerückt sind. (Im vergangenen Jahr wurde Indien bereits von mehr als 3000 deutschen Urlaubern besucht.) Auf der Ausstellung werden Indien und Japan auch zwei Restaurants eröffnen.

In mehreren Sonderschauen werden auf der IGAFA bestimmte Aspekte des internationalen Fremdenverkehrs beleuchtet. Die Liste umfaßt unter anderem: ein modernes Musterhotel, die Ausstellungen „Heilbäder und Kurorte“, „Europas Seen“, „Von der Almhütte zum Grandhotel“, „Mit Lukullus durch Europa“, ferner Sonderschauen der Post, der Bahn, der Hochseeschiffahrt, der Binnenseeschiffahrt und – unter dem Motto „Der Himmel – meine Straße“ – der größten internationalen Luftfahrtgesellschaften.

Alljährlich wiederkehren soll von nun an das vom bayerischen Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr, Dr. Otto Schedl, angeregte „Forum für Tourismus“. Zum ersten werden tausend Fremdenverkehrsfachleute aus 64 Ländern erwartet.

Dafür, daß auf dieser Monsterschau des Fremdenverkehrs („Tatsache ist, daß auf der IGAFA mehrere Länder besser und repräsentativer als auf der Brüsseler Weltausstellung auftreten“, sagt der Ausstellungsleiter) auch Urlaubsplaner mit ausgefallensten Wünschen etwas Reizvolles entdecken werden, sorgt zum Beispiel der Club Méditerranée. Er baut originalgetreu ein polynesisches Dorf aus Bambushütten auf, wie er sie in Italien, Griechenland, auf Korsika und Tahiti hat. Hier soll das einfache, naturnahe Ferienleben demonstriert werden. Die garantiert reine Mittelmeerluft liefert eine raffinierte Klima-Anlage.