Auch die Mosel wird – in diesem Jahr zum erstenmal – von der Köln-Düsseldorfer Rheindampfschifffahrt befahren. Die Linie verkehrt zwischen Koblenz und Kobern-Gondorf und soll Anschluß an die von Bonn oder von Rüdesheim kommenden Schiffe haben, so daß von allen Orten zwischen Bonn und Rüdesheim aus eine Rhein-Mosel-Fahrt an einem Tag möglich sein wird. Fast alle Schiffe der Köln-Düsseldorfer Rheindampfschiffahrt besitzen jetzt Kabineneinrichtungen, so daß die Fahrgäste vor und nach der Reise an Bord übernachten können.

Nicht einen mehr als 11 000 Kurgäste will das hessische Heilbad Salzschlirf in Zukunft aufnehmen. Die Kurverwaltung will mit dieser seltenen Maßnahme ihrem Bad den Ruf als „Oase der Ruhe“ bewahren.

Berlin und den Berlinern hat Bad Salzuflen am Teutoburger Wald eine neue Kurparkanlage gewidmet. Der mehrere hundert Meter lange neue Promenadenweg wird von Berliner Kurgästen mit Linden aus Berliner Baumschulen bepflanzt werden und den Namen „Unter den Linden“ tragen. Den vier Aussichtspunkten der neuen Anlage hat man die Namen „Alexanderplatz“, „Bellevue“, „Jungfernheide“ und „Potsdamer Platz“ gegeben. – Außerdem hat man in Salzuflen mit Rücksicht auf die Ruhe der Kurgäste durch Polizeiverordnung das Teppichklopfen und andere mit störenden Geräuschen verbundene Tätigkeiten für die Zeit von 12 bis 16 Uhr verboten.

Ein „Scharnow-Bähnle“ wurde in Waging, das sich in kurzer Zeit von einem Bauerndorf zu einem der beliebtesten Badeorte des Rupertigaues entwickelt hat, eingesetzt: Eine schienenlose Liliputbahn, deren Züge jedoch Sitzplätze für dreiundvierzig Personen haben, die zu einem Fahrpreis von zehn bis fünfzehn Pfennigen im Pendelverkehr vom Dorf zum Kurhaus an den Strand des wärmsten Sees von Bayern gefahren werden.

Schneller von Deutschland in die Schweiz wird man nach dem Sommerfahrplan, der vom 31. Mai bis zum 3. Oktober gilt, fahren können. Die Beschleunigung ist hauptsächlich der Elektrifizierung der rheinischen Zufahrtslinie zu verdanken. Eine weitere Fahrzeitverkürzung wurde durch stärkere Lokomotiven auf der Gotthardstrecke erreicht.

Etwa 90 000 km Wanderwege gibt es, wie aus einer Statistik des „Verbandes der Gebirgs- und Wandervereine“ hervorgeht, in der Bundesrepublik. Diese Wege sind gekennzeichnet und, wo es sich besonders anbot, mit Aussichtstürmen, Schutzhütten und Ruhebänken versehen.

Eine Schiffsreise nach Leningrad, diese Neuheit bieten die „Fröhlich-Reisen Hannover“ den Teilnehmern einer Ostseekreuzfahrt auf dem Touristenschiff „Nordland“. Die Reise führt zunächst nach Gdingen (Gotenhafen), von wo aus eine Besichtigung von Danzig und ein Ausflug nach Oliva stattfindet. Der fünftägige Aufenthalt im Hafen von Leningrad kann entweder für ein ebenso langes Leningrad-Programm oder für die Teilnahme an einem Arrangement verwendet werden, das einen zweitägigen Besuch in Moskau vorsieht. Überall stehen deutschsprechende Reiseleiter der polnischen oder sowjetischen Reisebüros zur Verfügung. Auf der Rückreise läuft das Schiff Helsinki und Visby an Die Reise endet nach 14 Tagen in Travemünde.