Die Norddeutsche Kreditbank AG, Bremen, die sich vorwiegend mit der Finanzierung von Außenhandelsgeschäften betätigt, daneben aber auch der Schiffahrt eng verbunden ist, legt für das Geschäftsjahr 1958 eine angesprochen flüssige Bilanz vor. Die stets auf Liquidität bedachte Geschäftspolitik des bremischen Regionalinstitutes findet darin genauso ihren Niederschlag wie auch die Veränderungen innerhalb des westdeutschen Wirtschaftsklimas. Allein die Einfuhren für bremische Rechnung, die wertmäßig stark zurückgingen, und zwar um 23 v. H. auf rund 1,8. Mrd. DM, führten zu einem verminderten Kreditbedarf der Wirtschaft und einer stärkeren Verflüssigung. Bei einer befriedigenden Geschäftsentwicklung ist das Bilanzvolumen des Unternehmens um 9,5 v. H. auf 204,35 Mill. DM kräftig gestiegen. Die weitere Entwicklung wird durchaus zuversichtlich beurteilt. In einer Pressebesprechung wurde vom Vorstand des Instituts zu dem Engagement der Bayerischen Vereinsbank, die, wie berichtet, ihre Beteiligung an dem Zehn-Millionen-DM-Aktienkapital auf Höhe der Sperrminorität von 25 Prozent gebracht hat, mitgeteilt, daß damit die enge Zusammenarbeit beider Institute dokumentiert würde. Die Mehrheit der Aktien der Norddeutschen Kreditbank befindet sich übrigens nach wie vor im Streubesitz.

In der Bilanz hat sich gegenüber dem Vorjahr eine gewisse Strukturverschiebung ergeben. Auf der Passivseite haben die Einlagen kräftig zugenommen, die übrigen Fremdmittel nahmen weiter ab. Die Einlagen sind gegenüber dem Vorjahr um 21,8 auf 149,2 Mill. DM gewachsen. Die befristeten Einlagen einschließlich Spareinlagen machen jetzt insgesamt 49 v. H. der Gesamteinlagen aus gegenüber 45 v. H. im Vorjahr. Die haftenden Mittel wurden durch Erhöhung der Rücklagen auf 7 (6) Mill. DM in etwa dem gestiegenen Bilanzvolumen angepaßt.

Auf der Aktivseite nehmen die Wechsel das Schwergewicht ein, sie sind kräftig auf 62,79 (47,21) Mill. DM angewachsen, während die Debitoren auf 48,62 (52,37) Mill. DM zurückgegangen sind. Die Beteiligungen erfuhren u. a. eine Erhöhung durch größere Kapitaleinlagen bei der Deutschen Schiffahrtsbank AG, Bremen, und bei dem Bankhaus Joh. Berenberg, Gossler & Co., Hamburg. Hier wird eine zusammengefaßte Bilanz mit einem Volumen von 291,83 (267,14) Mill. DM vorgelegt. Auch das Bankhaus Joh. Berenberg, Gossler & Co. in Hamburg sowie die Ibero-Amerika Bank AG, Bremen, verzeichneten eine befriedigende Geschäftsentwicklung. Aus dem Gewinn des Nachkredits wird, wie berichtet, eine Dividende von 12 (10) v. H. auf das Aktienkapital ausgeschüttet. Sml.