Auf der Hauptversammlung der Rheinischen Hypothekenbank in Mannheim teilte Vorstandsmitglied Prof. Dr. Karl Schmölder mit, daß im ersten Vierteljahr 1959 der Absatz von Emissionspapieren des Instituts den Absatz im gleichen Vorjahreszeitraum nicht unerheblich überschritten hat. Auch das Aktivgeschäft hat sich gut eingelassen. Es ist damit zu rechnen, daß sich die Kreditnachfrage im Wohnungsbau noch weiter erhöht, sobald die öffentlichen Mittel disponiert sind. Der Konditionenkampf unter den Instituten hält an, es geht jedoch nicht mehr um den Zins, sondern in erster Linie um den Auszahlungssatz. Der weiteren Entwicklung sieht die Verwaltung des Instituts mit Vertrauen entgegen und hofft, daß die Rentabilität noch günstiger wird.

Das Institut gehört, wie Schmölder ausführte, in der Kapitalausstattung zu den Spitzenreitern des Gewerbes, während im Vergleich zu anderen reinen Hypothekenbanken das Wachstum des Instituts einen guten Durchschnitt aufweist. Die als Umlaufsunterlage dienenden Rücklagen in Höhe von 15 Mill. DM machen fast 143 v.H. des Grundkapitals (10,5 Mill. DM) aus, die Wertberichtigungen und Rückstellungen weitere rund 84 v. H.

Eine etwaige Kapitalerhöhung ist noch nicht aktuell, erklärte Schmölder, weil noch ein ausreichender Spielraum für die .Refinanzierung des Hypotheken- und Darlehnsgeschäftes gegeben ist. Die Frage der Kapitalerhöhung wird bei gleichbleibender Geschäftsentwicklung nicht vor der nächstjährigen Hauptversammlung reif werden.

Die Hauptversammlung beschloß gegen eine ganz geringfügige Minderheit (40 Stimmen), für 1958 eine Dividende von 10 v. H. (wie im Vorjahr), jedoch außerdem einen einmaligen Bonus von 2 1/2 v. H. zu verteilen. V. D.

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Die Verwaltung der Pfälzischen Hypothekenbank in Ludwigshafen/Rhein schlägt für das Geschäftsjahr 1958 eine auf 12 (10) v. H. erhöhte Dividende auf 7,5 Mill. DM Aktenkapital vor. Der gesetzlichen Rücklage wurden vorweg 1,8 (1,5) Mill. DM aus dem Ergebnis zugewiesen. Hauptversammlung am 28. April.