Die Herrenmode veränderte sich bisher nur langsam. In diesem Frühling sollen auch die Männer in ihrer Kleidung revolutionär sein – an einer Stelle, wo es niemand sieht: auf dem Futter der Jacketts. Diese Kunde kommt aus England. In diesem Zentrum internationaler Herrenausstattung sind neuerdings Futterstoffe verwendet worden, die mit gemäldeartigen Bildern geschmückt sind. Segelschiffe, Blumen und Vögel sind auf den Innenseiten der Jacketts zu besichtigen. Ich bin der letzte, der etwas gegen die beachtlichen Einfälle der Mode sagt, aber ich frage mich: Soll hier ein Gentleman verlockt werden, das Innerste nach außen zu kehren? Sollen wir, behängt mit herrlichen Bildern, wie ein Museum umherlaufen? Was die Vögel betrifft, so sollte die bisherige Unterbringungsart – niedergelegt in der Redensart "er hat einen Vogel" –, genügen, statt sie auf die Futter der Jacketts umzuquartieren. Es dauert zu lange, bis sich die Redensart einbürgern würde "Der Buntspecht pickt an seiner Brust". Da ist die Mode schon vorbei.