Ich selbst habe einen Kaufantrag für Preussag-Aktien ausgefüllt und stehe nun auf dem Standpunkt, daß ich mich nicht mehr an meinen Antrag zu halfen brauche, da m. E. die Emissionsbedingungen abgeändert wurden: Statt 30 Millionen DM werden jetzt 83 Mill. verteilt; dadurch dürften die Kurschancen wesentlich geringer sein. Ich möchte meine Bank nicht verärgern und nur dann zurücktreten, wenn meine Argumente stichhaltig sind. Vielleicht sind Sie in der Lage, mir eine Antwort zu geben? E. K., Kiel

Antwort: Wir sind mit Ihnen der Ansicht, daß eine Veränderung der Emissionsbedingungen bei der Preussag stattfinden wird, wenn statt der angekündigten 30 Mill. DM jetzt 83 Mill. DM Aktien an die Zeichner verteilt werden. Wir glauben jedoch nicht, daß sich die Kurschancen dadurch verschlechtern. Es wird sicherlich so sein, daß der Börseneinführungskurs über dem Verkaufskurs von 145 v. H. liegen wird. Schon aus politischen Gründen wird man alles vermeiden, was der "Volksaktienidee" schaden könnte. An Ihrer Stelle würden wir nicht von dem Kaufvertrag zurücktreten. Wenn Sie der Ansicht sind, daß sich die spekulativen Chancen bei der Preussag durch die 53 Mill. DM Aktien, die jetzt mehr in Umlauf gebracht werden sollen, verschlechtern sollten, dann ist Ihnen nahezulegen, das Papier dann zu verkaufen, wenn es mit einem kleinen Gewinn (unter Berücksichtigung der Bankspesen) möglich ist.