Für den Absatz von Fernsehgeräten stellt die Kundenkreditbank KG auf Aktien (Düsseldorf) eine günstige Prognose. Diese größte deutsche Teilzahlungsbank teilt in ihrem Geschäftsbericht für 1958 mit, daß von 3 v. H. aller Haushalte in der Bundesrepublik allein in den Monaten Februar bis September 1958 ein Fernsehgerät angeschafft wurde. Nach Erhebungen durch das Emnid-Institut für Verbrauchsforschung (Bielefeld) bestehen bei rund 4 v. H. der Haushalte für das nächste Halbjahr Absichten, ein Fernsehgerät anzuschaffen. Mit einem Nachlassen der Nachfrage nach Fernsehgeräten sei um so weniger zu rechnen, als für ein volles Jahr sogar 13 v.H. der Haushalte Anschaffungsabsichten für ein Fernsehgerät geäußert haben. Demgegenüber sei bei Radiogeräten mit einem Ausstattungsgrad von 92 v.H. der Haushalte voraussichtlich das Maximum erreicht, wenn auch hier die Tendenz zu modernen Geräten und damit zu Neuanschaffungen bleibe.

Bisher besitzen nach diesen Erhebungen 22 v. H. der Haushalte des Bundesgebietes einen Kühlschrank. Die Anschaffung eines Kühlschrankes stehe in den Wunschvorstellungen der Hausfrauen unter allen größeren elektrischen Haushaltsgeräten an erster Stelle. 8 v. H. der befragten Hausfrauen beabsichtigen den Kauf eines Kühlschrankes im nächsten Halbjahr. Etwa 20 v.H. der Haushalte besitzen eine elektrische Waschmaschine. Für diese beiden Geräte sei eine Sättigung noch lange nicht erreicht.

Für alle diese langlebigen Gebrauchsgüter, so heißt es in dem Bericht, komme dem Kundenkredit eine wachsende Bedeutung zu. Das gleiche gelte für die Finanzierung des privaten Autokaufs.

Das Institut schlägt für 1958 eine auf 14 (12) v. H. erhöhte Dividende auf 10 Mill. DM Aktienkapital vor, nachdem den Rücklagen vorweg 1,2 Millionen DM zugeführt wurden. Außerdem soll das Kapital um 2,5 Mill. DM erhöht werden, wobei 1 Mill. DM den Aktionären 10:1 zu pari zum Bezüge angeboten werden soll. Ferner wird genehmigtes Kapital von weiteren 2,5 Mill. DM geschaffen. V.D.