Bei der Lübecker Hypothekenbank AG setzte sich 1958 die günstige Geschäftsentwicklung fort. Die Bilanzsumme stieg um 28,4 Mill. DM auf 116,2 Mill. DM. Aus dem Jahresertrag sind 0,75 Mill. DM den Rücklagen zugeführt worden, die nunmehr zusammen 2,25 Mill. betragen und damit das Grundkapital von 2 Mill. DM übersteigen. Laut Beschluß der Hauptversammlung werden 11 (9) v. H. Dividende gezahlt. Die Bank hat im Berichtsjahr als Erstausgaben insgesamt 26,4 Mill. DM Pfandbriefe und Kommunalschuldverschreibungen abgesetzt, das sind fast 100 v.H. mehr als im Vorjahr. Darlehen im Gesamtbetrage von 30,8 Mill. DM wurden neu bewilligt. Ausgezahlt wurden 22,9 Mill. DM, und zwar Hypotheken über 11,2 Mill. DM und Kommunaldarlehen und kommunalverbürgte Darlehen über 11,8 Mill. DM. 21,2 Mill. DM Auszahlungsverpflichtungen sind in das neue Geschäftsjahr übernommen worden. Der Geschäftsverlauf in den ersten Monaten des Jahres 1959 war nach dem Bericht des Vorstandes bisher zufriedenstellend, jedoch nicht so gut, wie in der gleichen Zeit des außergewöhnlich günstigen Vorjahres.

Die Verwaltung der Kali-Chemie AG, Hannover, schlägt für das Geschäftsjahr 1958 im Hinblick auf den ermäßigten Körperschaftsteuersatz eine um 2 auf 12 (i. V. 10) v. H. erhöhte Dividende und auf Grund höherer außerordentlicher Erträge einen Bonus von wieder 2 v. H. auf 35 Mill. DM Grundkapital vor. An die Belegschaft sollen etwa 1,50 (i. V. 1,40) Mill. DM als Abschlußvergütung verteilt werden. Hauptversammlung am 22. Juni.

Für das Geschäftsjahr 1958 sollen bei der Lenz-Bau AG, Hamburg, auf nom. 750 000 DM Vorzugsaktien satzungsgemäß 5,5 v. H. Dividende sowie 13,75 v. H. rückständige Vorzugsdividende, also insgesamt 19,25 v. H. gezahlt werden. Die Stammaktien (3,25 Mill. DM) werden auch 1958 leer ausgehen. Auf Rückfragen teilt die Verwaltung mit, daß sie die Gesamtlage für 1959 zuversichtlich beurteilt. Hauptversammlung am 1. Juni.

Der Abschluß der COLONIA Kölnische Versicherungs AG, Köln, für 1958, sieht eine Dividendenausschüttung von 14 v. H. vor. Außerdem soll das Aktienkapital auf 7,2 Mill. DM erhöht werden, und zwar durch Ausgabe von Aktien zum Kurs von 100 v. H., die den Aktionären im Verhältnis 2 : 1 angeboten werden sollen.

Die Leonberger Bausparkasse AG, Leonberg b. Stuttgart, hatte auch 1958 eine starke Aufwärtsentwicklung. Der Steigerungssatz betrug im Neugeschäft 48,2 v. H. gegenüber einer durchschnittlichen Zunahme aller Bausparkassen von 36,3 v. H. 1957 machte die Zunahme bei der Leonberger nur 22 v. H. aus. Nach dem Vorstandsbericht wird jedoch nicht mit einer Fortsetzung dieser außergewöhnlichen Progression gerechnet. Es wird schon sehr großer Anstrengungen bedürfen, um im laufenden Jahr das hohe Niveau der Berichtszeit zu halten. Die Geschäftspolitik wurde wesentlich. durch die zwischen dem Status der Finanzierungsbereitschaft und dem Neugeschäft bestehende Wechselwirkung bestimmt. Die Wartezeiten wurden im Schnitt um ein Jahr verkürzt. Im Berichtsjahr sind 43669 Bausparverträge (29 832) über eine Bausparsumme von 646,66 (436,30) Mill. eingelöst worden. Der Gesamtvertragsbestand erhöhte sich auf fast 160 000 Verträge mit über 2,5 Mrd. DM Bausparsummen. Aus dem Gewinn werden wieder 10 v. H. Dividende und außerdem 2 v. H. Bonus gezahlt.

Die Kampnagel AG (vorm. Nagel & Kaemp), Hamburg, schlägt der zum 15. Juli einberufenen Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 1958 eine auf 9 (in den Jahren 1955 bis 1957 je 7) v. H. erhöhte Dividende auf 6,6 Mill. DM Grundkapital zu verteilen.