Die Westdeutsche Kreditbank für Baufinanzierung AG, Köln, deren Kapital bei acht Versicherungsunternehmen der Bundesrepublik und der Westdeutschen Finanzierungsgesellschaft mbH. liegt, hat die Ausleihungen in 1958 trotz der großen Geldflüssigkeit und des starken Kreditangebotes auf 30,9 (29,6) Mill. DM erhöhen können. Im Hinblick auf das in den letzten beiden Jahren stark gestiegene Volumen ist das Grundkapital im vergangenen Jahr auf 2,0 (1,0) Mill. verstärkt worden. Etwa die Hälfte der herausgelegten Kredite entfiel auf die Bevorschussung von Ansparraten und Bauspardarlehen und etwa ein Drittel auf die Bevorschussung erststelliger Hypothekendarlehen von Versicherungsunternehmen und Hypothekenbanken. Das Ergebnis gestattet die Erhöhung der Dividende auf 8 (6) v. H.

Die Einnahmen aus Zinsen und Provisionen betrugen 3,20 (3,28) Mill. Effektenerträge werden mit 0,18 (0,08) ausgewiesen. Der Aufwand für Zinsen und Provisionen belief sich auf 1,96 (2,09), so daß sich eine Verbesserung der Rentabilität ergab. Ausschlaggebend für das verbesserte Ergebnis sind die geringeren Wertberichtigungen von 0,08 (0,38). Die Rücklagen wurden um 0,25 (0,15) verstärkt. Das Bilanzvolumen ist auf 35,86 (39,92) zurückgegangen, vor allem die aufgenommenen Gelder auf 28,88 (35,16) und die Nostroguthaben auf 1,93 (6,01) Mill. DM.

Die Westdeutsche Finanzierungsgesellschaft mbH, Köln, erzielte auch 1958 ein beachtliches Umsatzergebnis. Im Berichtsjahr wurden Finanzgeschäfte in Höhe von 388,0 (389,0) Mill. vermittelt. Von dem Gesamtumsatz entfielen 282,0 (322.0) auf die Vermittlung kurzfristiger Geldanlagen mit Lauffristen bis zu zwei Jahren: In den langfristigen Kapitalanlagen von 79,0 (54,0) sind Auslandsgeschäfte mit 12,0 enthalten. Von den ausgeliehenen Geldern stammte 58,5 (58,1) v. H. von Versicherungen.

Die Harpener Bergbau AG, Dortmund, wird für das Geschäftsjahr 1958 keine Dividende ausschütten. DiesesBergbau-Unternehmen, dessen Großaktionär die Sidechar, ein Konsortium von französischen Hüttenwerken, ist, wird der Hauptversammlung am 23. Juni einen Abschluß ohne Gewinn und Verlust vorlegen. Der Umsatz des Berichtsjahres ist auf 422 (468) Mill. DM zurückgegangen bei gestiegener Kohlenförderung – 6,46 nach 6,42 Mill t – und wenig gedrosselter Koksproduktion – 2,98 nach 3,12 Mill. t. Die Haldenbestände der Harpener Bergbau AG waren bis Mitte Mai auf 978 000 t angewachsen.