Reform der Arbeitsgesetzgebung vom Senat beschlossen

Von Francesco Kneschaurek

Nach einer stürmischen Auseinandersetzung, die in einem mit einer einzigen Stimme Mehrheit entschiedenen Wahlgang gipfelte, hat der Senat die so sogenannte "Mc Clellan Bill of Rights" gutgeheißen. Dieses Gesetz – das auf einen Vorschlag des demokratischen Senators Kennedy zurückgeht – stellt nichts anderes als den Versuch dar, die im Rahmen des Antitrustgesetzes geltenden Bestimmungen auf die Beziehungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitern auszudehnen und letztere vor der Macht der Gewerkschaften zu schützen.

Rechtlose Mitglieder

Die Fälle, in denen diese Macht mit beispielloser Rücksichtslosigkeit durch die von den Gewerkschaften eingesetzten und mit kriminellen Elementen durchsetzten "Racketeers" mißbraucht wurde, haben sich in letzter Zeit in beängstigender Weise gehäuft. McClellans "Bill of Rights" versucht, diesen Machenschaften einen Riegel vorzuschieben und will u. a. den Arbeitern, die sich in vielen Fällen gezwungenermaßen einer Gewerkschaft anschließen müssen, um überhaupt eine Stelle zu finden, folgende "Grundrechte" sichern:

1. Gleiche Rechte für alle Gewerkschaftsmitglieder, einschließlich des Stimmrechts in allen Gewerkschaftsangelegenheiten;

2. Redefreiheit in gewerkschaftlichen Versammlungen;