Es ist durchaus nicht so, daß ich etwa alle Autogrammjäger hasse", erklärte uns der amerikanische Filmschauspieler Gary Grant. "Ich hasse nur die, die mir dumm kommen. Es gibt Leute, die einfach hysterisch werden, wenn sie ein bekanntes Filmgesicht sehen."

"Ich versuche immer, ruhig zu bleiben, aber manchmal ist das doch sehr schwer. Nehmen wir zum Beispiel einmal diesen Typ des Autogrammjägers: Er kommt an den Tisch gestürzt, hält einem irgendeine Menükarte unter die Augen und befiehlt: Setzen Sie Ihren Friedrich Wilhelm darunter!"

"Ich muß ihm dann antworten, daß ich keineswegs Friedrich Wilhelm heiße und daß ich nicht unterschreiben werde. Darauf er: ‚Was bilden Sie sich denn ein? Wer sind Sie eigentlich? Darauf ich: ‚Ich weiß, wer ich bin, und Sie wissen es ja offenbar auch – aber wer sind Sie denn eigentlich?"

"Ich habe nie herausfinden können, warum die Leute überhaupt Autogramme haben wollen. Ich habe Hunderte von Malen danach gefragt, aber nie eine richtige Antwort bekommen. Einmal schoß ein Mann auf mich zu und sagte: ‚Geben Sie mir Ihr Autogramm!‘ – ‚Wozu brauchen Sie es denn?‘ fragte ich. Er war etwas verwirrt, dann sagte er: ‚Ohne Ihr Autogramm wird meine Frau niemals glauben, daß ich Sie gesehen habe."

"Ein anderes Mal boxte sich eine Frau durch eine Menschenmenge rücksichtslos zu mir durch und fuchtelte mir mit einem schmutzigen Stück Papier vor dem Gesicht herum. Dann schrie sie mir ins Ohr: ‚Meine Tochter bringt mich um, wenn ich ohne Ihr Autogramm nach Hause komme!‘ Ich sagte: ‚Wenn Ihre Tochter das tut, bin ich der erste, der ihr dazu gratuliert."

"Im Kino ist die Autogrammjägerei besonders ärgerlich. Verteile ich, wie es die Leute von mir verlangen, meine Unterschriften, dann heißt es hinterher prompt, ich hätte die ganze Vorstellung aufgehalten. Wenn ich mich aber sträube, dann heißt es; ‚Affiger Kerl, nicht einmal sein Autogramm kann er geben!"