Im Jahre 1958 war der Geschäftsverlauf bei der Allgemeine Deutsche Philips GmbH (ALLDEPHI), Hamburg, wiederum recht günstig. Die deutschen Philips-Unternehmen, deren Holding die Gesellschaft ist, konnten ihren Umsatz um 29 (16,5) v. H. steigern und übertrafen damit noch erheblich die schon an sich hohe Zuwachsquote der deutschen elektrotechnischen Industrie von 11 v. H. Gegenüber dem Geschäftsjahr 1953 hat sich der Umsatz bei Philips mehr als verdreifacht. Der Exportumsatz nahm im Berichtsjahr um 2 v. H. zu.

In dem von der Gesellschaft ohne gesetzliche Notwendigkeit vorgelegten Geschäftsbericht und der ihm wiederbeigefügten konsolidierten Bilanz sind die fünfzehn in der Bundesrepublik und Westberlin tätigen Philipsunternehmen erfaßt. Die wichtigsten Firmen der Gruppe sind die Deutsche Philips GmbH, Hamburg (Stammkapital 17,50 Mill. DM), die Valvo GmbH, Hamburg (10 Mill. DM), die C.H.F. Müller AG, Hamburg (Aktienkapital 5,50 Mill. DM), die Glasfabrik Weißwasser GmbH, Aachen (Stammkapital 5 Mill. DM), die Elektro-Spezial GmbH, Hamburg (1 Mill. DM) und die Studien-Gesellschaft für Elektronen-Geräte mbH, Hamburg (0,3 Mill. DM). Das Anfang 1958 zur Finanzierung von Teilzahlungsverträgen erworbene Bankhaus Heinrich Behncke, Hamburg, wird unter Beteiligungen mit 2 Mill. DM ausgewiesen.

Bei einem auf 207,24 (163,03) Mill. DM gestiegenen Rohüberschuß wird ein Reingewinn von 27,94 (14,05) Mill. DM ausgewiesen, in dem 6,17 (0,24) Mill. DM a. o. Erträge enthalten sind, die auf die Auflösung von Rückstellungen und Rückvergütungen von Lizenzen zurückgehen. Aus dem Gewinn erhält der alleinige Gesellschafter, die N.V. Philip’s Gloeilampenfabrieken, Eindhoven (Niederlande), eine auf 14 (8) v. H. erhöhte Dividende auf 87,50 Mill. DM Kapital (davon 85 Mill. DM Stammkapital der ALLDEPHI und 2 501 250 DM direkte Beteiligungen seitens Philips Eindhoven an Tochtergesellschaften der ALLDEPHI). Nachdem im Dezember bereits eine Interimsdividende von 6 v. H. ausgezahlt worden ist, beträgt die Restdividende 8 v. H. Der nach der Gewinnausschüttung verbleibende Überschuß von 15,69 (7,25) Mill. DM wird wieder der freien Rücklage zugeführt und verstärkt die eigenen Mittel auf 157,74 (142,25).

Im Fernsehgeschäft konnten die deutschen Philips-Unternehmen der anhaltenden Nachfrage bei voller: Ausnutzung der bestehenden Produktionskapazität gerecht werden. Im Rundfunkgerätegeschäft ließ sich eine zunehmende Verlagerung des Käuferinteresses zu den niedrigeren Preisklassen erkennen. Eine Umsatzsteigerung wurde bei den typischen Zweitgeräten erzielt. Musiktruhen und Phonogeräte wurden der im Herbst des Berichtsjahres eingeführten Stereotechnik angepaßt. Der Absatz von Haushaltsgeräten erfuhr durch moderne Formgestaltung eine Förderung. Im Lichtgeschäft wurden in nahezu allen Sparten befriedigende Umsätze erzielt. Umsatzausweitungen, die zum Teil erheblich waren, konnten ferner erzielt werden im Geschäftsbereich Elektroakustik, im Bildröhrengeschäft, bei Empfänger- und Verstärkerröhren, Halbleitern (Transistoren), Spezialröhren, Ferriten, elektromedizinischen Artikeln, Hörgeräten und Meßgeräten. Die Produktion stieg, zum Teil auf der Grundlage von Kapazitätserweiterungen, in allen Fabrikationsstätten insgesamt um wertmäßig 25 (13) v. H. an. Erweiterungsbauten wurden insbesondere in der Aachener Bildröhrenfabrik, im Glühlampenwerk Aachen und im Kondensatorenwerk Herborn durchgeführt. Die Halbleiterfertigung in Hamburg wird durch einen Neubau und die Fernsehgerätefabrik Krefeld durch einen Erweiterungsbau vergrößert werden. H. K.