Das Jahr 1958 ist für die Continental Gummiwerke AG., Hannover, die bedeutendste Gummiherstellerin des Bundesgebietes, laut Vorstandbericht befriedigend verlaufen. Der Mengenumsatz stieg um 10,4 v. H. (1,9 v. H.) und der Wertumsatz um 8,2 v. H. (1,2 v. H.). Die erzeugte Menge hat um 6,8 v. H. (4,1 v. H.) zugenommen. Die Ziffern für Mai bis Dezember 1958 lagen nicht unerheblich über den für das ganze Berichtsjahr erzielten Steigerungssätzen.

Der Anteil des Nicht-Reifen-Geschäfts am Gesamtumsatz ist wieder gestiegen. Der Exportanteil für das Gesamtgeschäft betrug 15,1 v.H. (16,9 v. H.). Im Inlandsgeschäft lagen Reifen in der Umsatzsteigerung geringfügig unter den Sätzen für das Gesamtgeschäft. Besonders beachtlich waren die Erhöhungen bei PKW- und Landwirtschaftsreifen. Auch bei Zweiradreifen nahm der Umsatz zu, während bei LKW-Reifen knapp die Wertumsätze des Vorjahres erreicht wurden. Dabei muß insgesamt die Senkung der Verkaufspreise berücksichtigt werden. In den letzten Monaten der Berichtszeit ist die Nachfrage unerwartet angestiegen, so daß nicht alle Lieferwünsche sofort erfüllt werden konnten. Dies hat sich in der Bilanz in einem Rückgang der Vorräte auf (alles in Mill. DM) 89,81 (98,38) niedergeschlagen. Im übrigen Inlandsgeschäft ergab sich eine erfreuliche Ausweitung, wobei der Umsatzanteil der nicht aus Natur- und Kunstkautschuk hergestellten Artikel auf 12 v.H. (9 v.H.) gestiegen ist. Die Auslandsumsätze sanken in den ersten Monaten, besserten sich jedoch im weiteren Verlauf.

Die Erfolgsrechnung schließt mit einem Gewinn von 16,58 (10,97), der eine Erhöhung der Dividende auf v.H. (12 v. H.) für nunmehr 110,50 (88,40) Kapital gestattet. Der Rohüberschuß stieg auf 280,52 (240,51), Steuern beanspruchten 69,45 (57,56). Die Abschreibungen von 32,13 (26,67) deckten über 70 v. H. der Investierungen von 43,68 (35,10). Eine weitere Finanzierung gelang durch Verstärkung der Rücklagen um 4,21 (3,00). Das Bilanzvolumen hat sich auf 326,71 (304,64) erhöht. Die Anlagen von 131,53 (120,33) einschließlich der Beteiligung von 4,56 (5,53) – die Verminderung ergab sich durch eine Abschreibung von 1,00 – werden, durch 154,87 (128,17) eigene Mittel weit überdeckt. Die Verbindlichkeiten gingen auf 65,48 (78,05) zurück, da Akzepte und Erportvorfinanzierungen (i. V. 20,61) sowie Bankschulden (i. V. 4,58) getilgt wurden. Im laufenden Jahr erhöhten sich die Umsätze erneut. Die HV wird am 16. Juni 1959 stattfinden. G a