In München steht das erste Hotel der Bundesrepublik, das nach schwedischem Muster dem Reisenden die Illusion eines unabhängigen "Zuhause" bietet – und nicht nur die Illusion, sondern auch, wie es heißt, manche "faktischen Vorteile der Selbstbedienung". Ambassador ist der Name des Hauses in der Mozartstraße nahe dem Goetheplatz, dessen Besitzer mit diesem Unternehmen einen entschlossenen Vorstoß zu neuartiger Fremdenbetreuung machte. Das neue Hotel enthält 42 Appartements mit Bad, Kochnische und gefülltem Kühlschrank, aus dem der Gast seinen Bedarf gegen besondere Berechnung zu eigener Herrichtung seiner Mahlzeiten entnehmen kann.

Das Appartement an sich kostet pro Tag bis zu 35 DM. Ebenfalls gegen Sonderberechnung wird auf Wunsch auch ein Fernsehempfänger zur Verfügung gestellt. Zur Einrichtung des Hauses gehören noch: eine Kellergarage, ein Konferenzraum für 100 Personen (der sogenannte "Diplomatensaal"), ein Grillrestaurant, eine Bar, eine amerikanische Eßtheke und ein Café. Das "Ambassador" ist wohl das modernste Hotel Westdeutschlands und, wenn sich der Typ bei uns durchsetzt, eine Pioniertat des Fremdenverkehrsgewerbes. w-h