Die Demag AG, Duisburg, das größte deutsche Maschinenbau-Unternehmen, hat 1953 nur einen Bruttoumsatz im Konzern von 746 Millionen DM erreicht, das sind 9 v. H. weniger als ein Jahr vorher. Die Langfristigkeit vieler Aufträge brachte die Gesellschaft in den Genuß des Ergebnisses einiger in früheren Jahren abgeschlossener Anlagengeschäfte, die im Gegensatz zur augenblicklichen abgeschwächten Marktlage noch zu normalen kaufmännischen Bedingungen hereingenommen werden konnten. Der Gewinn von 10,27 (8,76) Mill. DM und einschließlich Vortrag von 10,56 Mill. DM befriedigte daher und gestattet eine Dividendenerhöhung auf 12 (10) von Hundert.

Der Auftragseingang blieb gegenüber dem Vorjahr um ein starkes Fünftel zurück. Er setzte seine seit 1956 fallende Tendenz fort und lag zum zweitenmal seit 1958 fühlbar unter dem Umsatz. Der Auftragseingang aus dem Inland war der niedrigste seit 1952. Er war bei Hüttenverksanlagen ausgesprochen unbefriedigend. Der Auftragseingang aus dem Ausland ging um 9 v. H. zurück. Klammert man dazu den hohen Wertanteil zweier Großgeschäfte aus, so ist im Vergleich zum stetigen Wachstum der Vorjahre ein Stillstand im Zugang von Geschäften normalen Umfangs und normaler Konditionen unverkennbar.

Der Auftragseingang aus dem Ausland erreichte mit 58 v. H. einen ähnlich hohen Anteil an den Geschäftsabschlüssen wie 1956. Der Inlandumsatz konnte dank eines hohen Auftragsbestandes auf dem Stand von 1957 gehalten werden. Der Exportumsatz – 46 v. H. des Gesamtumsatzes – blieb um 19 v. H. unter dem Vorjahr. Dieser Rückgang beeinflußte den Gesamtumsatz von 1958. Er erreichte nur 89 v. H. des Vorjahres. Die Auftragsbestände haben sich zum Jahresende etwas vermindert. Der Exportanteil am Auftragsbestand stieg auf 74 v. H. Diese Tatsache unterstreicht den Übergang zu einer möglicherweise länger anhaltenden Periode überstarker Abhängigkeit von den Exportmärkten.

Zusammen mit einer belgischen und der deutschen Rheinstahl-Gruppe wurde der Auftrag für ein Hüttenwerk mit einer ersten Ausbaustufe von 250 000 t Rohstahl aus Portugal hereingenommen. In Indien wurde das Stahlwerk Rangoon in Betrieb gesetzt und in Süd-Korea lief die Montage der Walzwerke an. In Ägypten kam ein Hüttenwerk in Betrieb. Die Montage eines indischen Stahlwerkes soll 1960 beendet sein.

Die Investierungen – hielten sich mit 18,81 (32,92) Mill. DM im Rahmen der Abschreibungen von 16,92 (17,29) Mill. DM. Im laufenden Jahr wird man diese Zurückhaltung kaum beibehalten können. Seit der Währungsreform wurden 170 Mill. DM investiert, die durch 109 Mill. DM Abschreibungen, 8 Mill. DM Anlageerlöse sowie teils durch zwei Kapitalerhöhungen, teils aus eigenen Mitteln finanziert werden konnten.

Der Auftragseingang in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres liegt ungünstiger als in der bereits als unbefriedigend zu beurteilenden Vergleichszeit des Vorjahres. Im Inland zeichnet sich zwar mit Umkehr des Lagerzyklus bei den Eisenverarbeitern ein Anzeichen des Marktes für Eisen und Stahl ab. Auf Grund des verhältnismäßig guten Auftragsbestandes wird 1959 mit einem normalen Umsatz gerechnet... Ga.