Die Hamburg-Amerika Linie (Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft), Hamburg, legt in diesem Jahre ihren Abschluß für das... letzte. Geschäftsjahr (1958) wesentlich früher vor als bisher. Nach einem Vorbericht der Verwaltung hat sich die im vergangenen Jahre abgezeichnete Verschlechterung der Umsatz- und Ertragslage im Geschäftsergebnis deutlich niedergeschlagen. Während für 1957 nach hohen Sonderabschreibungen noch ein Gewinn von 0,39 Millionen DM hatte ausgewiesen werden können, aus dem die Minderheitsaktionäre einen Bonus von 6 v. H. erhielten, wird für 1958 ein nur minimaler Gewinn von 23 540 DM ausgewiesen. Der auf den 6. Juli einberufenen HV wird vorgeschlagen, diesen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Die Aktionäre gehen, wie zu erwarten war, leer aus.

Die Bilanzsumme hat sich, vor allem infolge der Schrumpfung des Umlaufvermögens, auf 370,7 (413,4) Mill. DM vermindert. Die Anlagenzugänge beliefen sich im Berichtsjahr unter Einschluß der Anzahlungen auf 31 (108,6) Mill. DM, die Abschreibungen auf 43,4 (52,3) Mill. DM. Das Anlagevermögen verminderte sich mithin auf 305,5 (317,8) Mill. DM. Die eigenen Mittel – das Grundkapital von 52,3 Mill. DM und die leicht auf 5,5 (5,4) Mill. DM gestiegenen Reserven – decken nur einen Bruchteil der Anlagewerte. Das Umlaufvermögen nahm auf 65,2 (80,6) Mill. DM, langfristige Verbindlichkeiten auf 245,1 (267,7) Mill. DM und andere Verbindlichkeiten auf 45,1 (59,3) Mill. DM ab. Das Reederei-Ergebnis hat um 22 v. H. auf 59,9 (77,0) Mill. DM abgenommen. Beteiligungserträge sind mit 0,2 Mill. DM unverändert, während a.o. Erträge auf 3,6 (0,3) Mill. DM zugenommen haben. Der Zinssaldo ist infolge der großen Last der Fremdmittel auf 10,7 (7,9) Mill. DM gestiegen. Steuern verminderten sich fühlbar auf 2,2 (6,3) Mill. DM.

Die Hapag-Flotte zählte am Jahresende 44 (40) Frachtschiffe mit 368 000 (327 000) tdw bzw. 263 000 (232 000) BRT. Bei Berücksichtigung der im Falle von sieben Schiffen bestehenden Partenbeteiligungen stellt sich der Flottenbestand auf 358 000 (317 000) tdw bzw. 257 000 (226 000) BRT. Die Anschaffungskosten dieser Flotte beliefen sich bis zum Schluß des letzten Geschäftsjahres auf 438 (388) Mill. DM, ihr Buchwert auf 271 (254) Mill. DM. K.