Von Sybil Gräfin Schönfeldt

Da es zu den Zeiten des alten (Ford) T-Modells noch kein Frostschutzmittel gab, ließ, wer den T fuhr, wenn die Nacht kalt wurde, am Abend das Kühlwasser ab, und am nächsten Morgen war es sein erstes, den Kühler mit heißem Wasser zu füllen, die Haube zu öffnen und heißes Wasser über Verteiler und Vergaser zu gießen ... Die Leitung der Luftklappe in der linken Hand, begann er nunmehr mit der rechten die Anlasserkurbel zu drehen... Dem Autofahrer quollen die Augen vor, er japste nach Luft, und er fühlte sein Kreuz lahm werden; doch er beschloß, der Kurbel noch einen letzten Schwung zu geben, und wenn das nicht fruchten sollte, mußte er sich nach einem Pferd umsehen ..."

Diese Sätze stehen nicht etwa in einem Sachbuch über Automobile, sondern in eines amerikanischen Arztes Sachbuch über Männer, einem Aufklärungsbuch für alle, die Männer sind oder sein wollen oder kennenlernen möchten. In so bilderreicher Sprache hofft der Arzt, die beste Art ehelicher Beziehungen am deutlichsten erläutern zu können. Allmähliches Anwärmen, mit liebevoller Aufmerksamkeit für jedes Detail, das ist mein Rat für den glücklichen Ehestand. Das bemerkenswerte Buch heißt:

Joseph H. Peck: "Alles über die Männer"; Econ Verlag, Düsseldorf; 344 S., 14,80 DM.

Der Doktor sammelte seine Erfahrungen über den Gegenstand seines Buches bei Indianern und Weißen, Mormonen und Bewohnern der erst zu Beginn seiner Praxis besiedelten Wüstenlandschaft Connecticut. Bei allen diesen Patienten, seien sie männlichen oder weiblichen Geschlechts, lernte er die Notwendigkeit, sich recht bildlich auszudrücken, um nicht mißverstanden zu werden, wenn es um intime Dinge ging.

Infolgedessen nimmt er dann beim Schreiben ebensowenig ein Blatt vor den Mund wie beim Sprechen und sagt in schöner Deutlichkeit von der Einheit, die vom Fließband (der Schöpfung) rollte, einem Kerl namens Adam:

Die Abteilung für Fortpflanzungsorgane hätte sich früher überlegen müssen, ob das Wesen ein Hahn werden sollte, der seine Keimdrüsen im Rücken trägt, oder ein Säugetier, das sie frei in Wind Und Wetter hängen läßt.... doch die ganze Konstruktion schien bereits so mißraten, daß keiner sich mehr Mühe gab, sie stromlinienförmig zu gestalten. Als nächstes meldete sich die Installationsabteilung des Werkes und schimpfte, weil kein Ablaßhahn für den überflüssigen Blaseninhalt vorgesehen war; sie erhielt den Bescheid, sich mit den Herren der Fortpflanzungsabteilung zusammenzutun. Man kam ... überein, daß ein Organ außerhalb des Leibes völlig ausreiche, um dem Geschöpf genug Ärger zu bereiten.