Die Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank Hamburg/Berlin, konnte im Geschäftsjahr 1958 ihre Geschäftstätigkeit beträchtlich ausdehnen. Das Aktienkapital, das bereits im Jahre 1957 um 1 Mill. DM auf 6 Mill. DM erhöht worden war, ist im Berichtsjahr um weitere 2 Mill. DM auf 8 Mill. DM aufgestockt worden. Die jungen Aktien, die ab 1. September 1958 gewinnberechtigt sind, befinden sich voll in Händen der Deutschen Genossenschaftskasse in Frankfurt a. M. Aus dem Jahresergebnis wurden den Rücklagen 2 (1) Mill. DM zugeführt; sie erhöhen sich damit auf 6 Mill. DM. Es wird ein auf 0,55 (0,45) Mill. DM erhöhter Reingewinn ausgewiesen, aus dem auf Beschluß der HV wieder 8 v. H. Dividende gezahlt werden. Die jungen Aktien erhalten dementsprechend 2 2/3 v.H.

Im Berichtsjahr lag das Schwergewicht des Beleihungsgeschäfts wieder im Wohnungsbau, wobei der soziale Wohnungsbau im Vordergrund stand. Es wurden 53,3 Mill. DM an la-, lb- und lc-Hypotheken zur Verfügung gestellt. Seit dem Jahre 1951 hat das Institut 147,8 Mill. DM an Darlehen für den Wohnungsbau ausgezahlt. Wie mitgeteilt wird, konnte die erhöhte Nachfrage der mittelständischen gewerblichen Wirtschaft nach Hypothekendarlehen befriedigt werden. Es war möglich, in hohem Umfang Konsolidierungsgeschäfte zur Verfügung zu stellen. Der Landwirtschaft wurden 30,9 Mill. DM ausgezahlt, davon 22,9 Mill. DM zinsverbilligt.

Die Bilanzsumme erfuhr (in Mill. DM) eine Ausweitung auf 420,70 (322,0) oder um etwa 31 v. H. Der Pfandbriefumlauf nahm um 25,44 (26,43) auf 175,88 (150,44) zu. Noch wesentlich stärker wuchs relativ der Umlauf an Kommunalschuldverschreibungen um 28,23 (10,55) auf 90,75 (62,52) an. Der Anteil der Pfandbriefe an den von dem Institut ausgegebenen Schuldverschreibungen ermäßigte sich auf 66 (70) v. H. Aufgenommene langfristige Darlehen erscheinen erhöht mit 66,65 (51,66) und kurz- und mittelfristige Verbindlichkeiten mit 33,34 (14,11). Der Gesamtbestand an langfristigen Forderungen stieg auf 321,29 (222,41), davon 213,79 oder 66 (72) v. H. Hypotheken. ft