Die Deutsche Beamten-Versicherung, öffentlich-rechtliche Lebens- und Renten-Versicherungsanstalt, Berlin, konnte trotz des Wegfalls der Befreiungs-Versicherungen den Zugang nicht nur halten sondern (alles in Mill. DM) auf 283,9 (280,3) auch noch etwas steigern. Unter Berücksichtigung des Abgangs ergab sich ein Nettozuwachs von 180,9 (193,8), so daß der Gesamtbestand nunmehr 1500,1 (1319,2) beträgt. Ohne Einschluß der Befreiungs-Versicherungen ergibt sich eine wesentliche Steigerung, des Zugangs gegenüber 1957. Beim Vergleich mit 1956 beträgt die Zunahme 28,5 v. H. Die Steigerung des Abgangs beruht im wesentlichen auf der stärkeren Bewegung im Gruppen-Versicherungsbereich. In dem Bestreben, den Lebensversicherten auch die Dienste anderer Versicherungszweige anbieten zu können, wurde eine Tochtergesellschaft unter dem Namen "Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft der Deutschen Beamten-Versicherung" gegründet, die in Wiesbaden den Geschäftsbetrieb aufgenommen hat.

Die Berlinische Feuer-Versicherungs-Anstalt, München/Berlin, im Jahre 1812 gegründet und damit die älteste deutsche Versicherungsaktiengesellschaft, kann mit der Entwicklung auch im Jahre 1958 zufrieden sein. Die am 16. Juni abgehaltene HV genehmigte aus einem Gewinn von 0,52 (0,33) Mill. DM eine auf 14 (12) v. H. erhöhte Dividende auf das nunmehr volleingezahlte Aktienkapital von 3,15 Mill. DM Die Bruttoprämieneinnahme ist um 15,4 (15,5) v. H. auf 42,73 (37,01) Mill. DM gestiegen, hiervon entfallen 37,22 (32,55) Mill. DM auf selbst abgeschlossene Versicherungen. Die Verlagerung auf das Kraftverkehrsgeschäft, das seinen Anteil auf 54 v. H. erhöhte, hat sich fortgesetzt. Die Schadensquote stieg im Kraftverkehr auf 78 v. H. der verdienten Prämien. Es wird in dieser Sparte ein Verlust von 0,47 Mill. DM verzeichnet. Bei den übrigen Sachversicherungszweigen war das Ergebnis mit Ausnahme der Allgemeinen Haftpflicht befriedigend. Vermögenserträge erbrachten 2,40(1,98) Mill. DM. Die Schäden beliefen sich auf 25,51 (21,92) Mill. DM. Die freien Rücklagen wurden durch eine Zuweisung von 0,71 Mill. DM auf. die Höhe des Aktienkapitals gebracht. Die Rücklage für a. o. Schadensfälle wurde um 0,35 Mill. DM auf 0,85 Mill. DM verstärkt. Die technischen Reserven betragen jetzt insgesamt 30,38 (25,45) Mill. DM. Im laufenden Jahr ist das Prämienaufkommen weiter gestiegen.

Die Gothaer Feuer Versicherungsbank auf Gegenseitigkeit, Köln, hat für 1958 eine günstige Geschäftsentwicklung zu verzeichnen. Die Beitragseinnahmen waren mit 7,96 Mill. DM fast 1 Mill. DM höher als im Vorjahr. Die Prämieneinnahmen beliefen sich auf 69,5 (61,6), unter Einschluß der Tochtergesellschaft (Gothaer Transport- und Rückversicherung) auf rund 82 Mill. DM. Der Schadensverlauf war günstig mit Ausnahme der Zweige Feuer, Landwirtschaft, Sturm, Automaten und Allgemeine Haftpflicht. In der Kraftverkehrshaftpflichtversicherung trat ein leichter Rückgang der Schäden ein. An die versicherten Kraftfahrer wurden 1,3 Mill. DM rückvergütet. Die Schadensquote hat sich insgesamt auf 54,1 (55,3) v. H. ermäßigt. Aus dem Reingewinn von 3,52 (2,46) Mill. DM werden gemäß Beschluß der HV 2,52 Mill. DM den Rücklagen und 1,0 Mill. DM der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugewiesen.

Die auf 12 (10) v. H. erhöhte Dividende der "Albingia" Versicherungs-AG, Hamburg, sowie die zuzügliche Ausschüttung eines Bonus von wieder 2 v. H. auf das volleingezahlte Aktienkapital von 4 Mill. DM sind die sichtbaren Auswirkungen eines wieder erfolgreich verlaufenen Geschäftsjahres dieser Gesellschaft. Vor Ausweis des Gewinnes von 0,61 (0,50) Mill. DM wurden den Reserven 2,90 (1,75) Mill. DM zugeführt. Die Prämieneinnahmen nahmen gegenüber dem Vorjahr um 12,2 (13,1) v. H. auf 95,56 (85,18) Mill. DM zu. Die Vermögensbasis der Gesellschaft konnte beträchtlich erweitert werden.

Die "Albingia" Lebensversicherungs-AG, Hamburg, an deren Grundkapital von 0,8 Mill. DM die "Albingia" Versicherungs-AG mit etwa 80 v. H. beteiligt ist, verteilt auf Beschluß der HV für 1958 wieder 8 v. H. Dividende. Aus dem Überschuß des Berichtsjahres wurden 1,20 Mill. DM oder 96,76 v. H. der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugewiesen. Die Beitragseinnahmen erhöhten sich auf 11,30 (9,60) Mill. DM. Unter Einschluß zurückgestellter Beträge wurden für Versicherungsleistungen 1,9 (1,4) Mill. DM aufgewendet.

Die Alte Leipziger Lebens Versicherungsgesellschaft auf Gegenseitigkeit, Frankfurt/M., hat für 1958 einen befriedigenden Neuzugang, einen kräftigen Anstieg des Vermögensbestandes und eine erhöhte Verteilung von Überschußanteilen an die Versicherungsnehmer zu verzeichnen. Der Versicherungsneuzugang der Gesellschaft belief sich 1958 auf rd. 189 Mill. DM, das sind rd. 13 v.H. mehr als im vorangegangenen Geschäftsjahr. Die Durchschnittsversicherungssumme des Neuzugangs in der Einzelkapitalversicherung betrug 13 080 DM je Person. Insgesamt hat sich der Versicherungsbestand bis Ende 1958 auf 1165,1 (i. V. 1030,5) Mill. DM erhöht. Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung hat auf 36,2 Mill. DM zugenommen. Die Beitragseinnahme erhöhte sich auf 45,6 Mill. DM, die Vermögenserträge auf 16,4 Mill. DM, der Durchschnittszinsfuß auf 6,58 (i. V. 6,37) v. H. Die Versicherungsleistungen 1958 betrugen 23,3 Mill. DM. Die laufenden Verwaltungskosten sind ebenfalls gestiegen. blieben jedoch mit 6,2 v. H. der Beitragseinnahme nach wie vor relativ niedrig. Die weitere Rationalisierung hat dazu geführt, daß sich 1958 die von einem Angestellten verwaltete Versicherungssumme auf 2,9 (i. V. 2,6 davor 2,3) Mill. DM erhöhte. Der Gesamtüberschuß, der auf 12,8 (i. V. 2,0 Mill. DM) zugenommen hat, wird in voller Höhe der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugewiesen. Das Ergebnis gestattet es, den vorjährigen Dividendensatz auch im laufenden Geschäftsjahr beizubehalten. Auch im laufenden Geschäftsjahr war die Geschäftsentwicklung überraschend gut.