In der Hauptversammlung der Neckarwerke Elektrizitätsversorgungs-AG, Eßlingen, waren 94 v.H. des Grundkapitals vertreten. Für das Geschäftsjahr 1958 wurde die Ausschüttung einer ab 16. Juni 1959 zahlbaren Dividende von 9 v. H. (i. V. 8 v. H.) auf das Aktienkapital von 45 Mill. DM beschlossen. Der Rest von 126 459,43 DM wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Bilanzsumme hat 1958 die 300-Mill.-DM Grenze erreicht. Der Anlagezugang einschließlich der geringwertigen Wirtschaftsgüter liegt mit rund 30 Mill. DM über dem Durchschnitt der letzten Jahre; etwa zwei Drittel dieser Investitionen wurden durch Abschreibungen finanziert, der Rest durch ein Schuldscheindarlehen im Betrag von 10 Mill. DM.

Die Stromeinnahmen haben im Berichtsjahr bei einer Umsatzsteigerung von 9 v.H. erstmals den Beitrag von 100 Mill. DM überschritten. Von der durch das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg zum l. Mai 1958 genehmigten Strompreiserhöhung für Haushaltabnehmer hat die Gesellschaft nur zur Hälfte und erst ab 1. August 1958 Gebrauch gemacht. Die trotz hoher Kohlekosten gegenüber dem Vorjahr leicht verbesserte Ertragslage erklärt sich hauptsächlich durch eine Kostendegression, die auf Grund der erhöhten Eigenerzeugung im wirtschaftlich arbeitenden Dampfkraftwerk II Altbach festzustellen ist. Der Anteil der Eigenerzeugung am Gesamtumsatz konnte von 38,6 v.H. im Jahre 1957 auf 57 v.H. im Jahre 1958 gesteigert werden. Die Anlagen für Eigenerzeugung werden durch einen im Bau befindlichen 80 MW-Block im Dampfkraftwerk II Altbach noch erweitert.

Die Erhöhung der Eigenerzeugung hat zu einer Steigerung der Umsatzsteuer-Zahlungen um 900 000,– DM geführt. Die privaten oder gemischtwirtschaftlichen Energieversorgungsunternehmen sind in dieser Beziehung benachteiligt gegenüber denen der öffentlichen Hand, die von der Umsatz- und Vermögensteuer befreit sind. Man hofft, daß die anstehende Umsatzsteuer-Reform auch diese Differenzierung beseitigen und damit gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Energieversorgungsunternehmen schaffen wird. Auf Grund der Entwicklung in den ersten Monaten des laufenden Rechnungsjahres rechnet die Gesellschaft mit einer weiteren Umsatzsteigerung von 6 bis 7 v. H. Da sich der Anteil der kostengünstigeren Eigenerzeugung am Gesamtumsatz weiter erhöhen wird und die durchschnittlichen Kohlekosten erstmals seit Jahren eine rückläufige Tendenz aufweisen, wird für 1959 wieder ein befriedigendes Ergebnis erwartet. wn.