Der Verein Hamburger Spediteure e. V., der Anfang dieser Woche sein 75jähriges Bestehen festlich – mit anschließender Arbeitstagung – beging, hat einen "Spediteurfilm" in Auftrag gegeben, der nicht nur den Warenumschlag im Seehafen in all seinen verschiedenen Formen zeigt, sondern auch dem Beschauer die "vorwiegend geistige dirigierende Tätigkeit des Kaufmanns am Schreibtisch" anschaulich machen soll. Man verspricht sich hiervon eine gewisse Werbewirkung, auch und speziell auf den von vielen Seiten her umworbenen kaufmännischen Nachwuchs. Die Absicht ist, einem größeren Kreis ein Bild davon zu geben, "wie der Speditionskaufmann den Güterstrom lenkt und leitet", wie er, disponierend, die Impulse dafür gibt, daß die mannigfaltigen Transportleistungen der einzelnen Verkehrsträger, insbesondere beim Umschlag im Seehafen, sich reibungslos aneinanderreihen, und schließlich auch: "wie der Spediteur mit dem Paragraphenwald fertig werden muß, und wie er einen Berg von Formularen zu bewältigen hat."

Nach der mit einigem Witz formulierten Ankündigung des Film-Vorhabens darf man wohl auf dessen Durchführung gespannt sein; jedenfalls wird hier der ebenso ungewöhnliche wie löbliche Versuch unternommen, der Arbeit, wie sie vom Schreibtisch des Kaufmanns aus geleistet werden muß, Publicity zu geben. g. k.