In der Hauptversammlung der Continental Gummi-Werke AG, Hannover, waren die 332 Aktionäre mit der um 3 auf 15 v. H. erhöhten Dividende offensichtlich zufrieden, zumal die im August 1958 erworbenen jungen Aktien zu pari an der Dividende für 1958 teilnehmen. Im Gegensatz zu den letzten Hauptversammlungen wurde keinerlei Widerspruch laut. – Seit der Währungsreform hat die Gesellschaft bei 192,5 Mill. DM Abschreibungen 263,4 Mill. DM investiert. – Ohne den Mut zu so hohen Investitionen wäre die Einbuße an Ertragskraft sehr beachtlich gewesen. Es sollen auch weiterhin erhebliche Investierungen vorgenommen werden. Die damit zwangsläufig verbundenen Risiken müssen in Kauf genommen werden. Die Vollbeschäftigung hält an. Für die im Brennpunkt liegenden Werke ist es nicht leicht, die nötigen Arbeitskräfte zu beschaffen.

Im Gemeinsamen Markt wird ein verschärfter Wettbewerb einsetzen. Es geht darum, am besten und am billigsten zu produzieren und marktgerecht anzubieten. Die Gesellschaft will mit allen Kräften das Ziel ansteuern, zu der Spitzengruppe zu gehören. Leider haben in Einzelfällen entgegen den Zollbestimmungen des EWG-Vertrages Geschäftspartner den Ausweg gefunden, die Einfuhr von Kautschukwaren mit Abgaben unter anderer Bezeichnung zu belegen. Außerdem ist in einzelnen Fällen eine schärfere Kontingentierung erfolgt.

Aus dem Treuhandvermögen der Aktionäre stehen noch etwa 1,7 v. H. (1,88 bei 110,5 Mill. DM Grundkapital) zur Ausschüttung bereit. Die Gesellschaft will diesen Satz nach oben abrunden; man hofft, das Geld in absehbarer Zeit ausschütten zu können. – hl