• Der Erste stellvertretende Ministerpräsident der UdSSR, Frol Koslow, ist zur Eröffnung der Sowjet-Ausstellung nach Amerika geflogen. Auf seinem Programm stehen neben einer Rundreise durch die Vereinigten Staaten Gespräche mit Präsident Eisenhower und Außenminister Herter.

Koslow gilt als einer der wichtigsten Männer in der Sowjet-Hierarchie. Daraus erklärt sich die Bezeichnung, die Amerikas Presse diesem Besuch in der Genfer Konferenzpause beigelegt hat: "Untergipfel."

  • Die britische Labour-Party hat einen neuen Plan zur Begrenzung der atomaren Rüstung vorgelegt. Danach sollen lediglich die USA und die UdSSR im Besitz von Kernwaffen bleiben. Für England würde eine Labour-Regierung auf die Atomrüstung verzichten, sofern die "nichtnuklearen" Staaten von der Entwicklung eigener Kernwaffen absehen.

Die Labour-Party will mit diesem Vorschlag die Gefahr eines internationalen Atomchaos abwenden. Ihr Plan hat wenig Aussicht auf Verwirklichung, denn Francreich wäre der erste Staat, der verzichten müßte.

  • Die französische Regierung hat erklärt, sie sehe ein, daß der amerikanische Präsident keine gesetzliche Handhabe besitze, Frankreich Geheiminformationen über die Atomwaffenproduktion zugänglich zu machen.

Damit ist die amerikanisch-französische Spannung, die mehrere Wochen lang die NATO – Zusammenarbeit belastet hat, ein wenig gemildert. Frankreich hält indes die Forderung nach einem NATO-Dreier-Direktorium und nach Unterstützung seines Algerienkrieges aufrecht.

  • De Gaulle ist bei seinem Staatsbesuch in Italien mit großem Gepränge aufgenommen worden. Das politische Ergebnis seiner Reise war indes recht dürftig. Es gelang dem französischen Staatspräsidenten nicht, die Unterstützung Roms für seine Nord-Afrika-Politik zu gewinnen.