Die HV der Kampnagel A.G. (vormals Nagel & Kaemp), Hamburg, genehmigte für 1958 eine auf 9 (7) v. H. heraufgesetzte Dividende auf das Grundkapital von 6,60 Mill. DM. Vor Ausweis des Gewinns sind einer neugebildeten Rücklage für Werkserhaltung und Rationalisierung. 0,95 Mill. DM zugewiesen worden. Hieraus sowie aus den auf 1,95 (0,57) Mill. DM gestiegenen Steuern läßt sich auf eine gebesserte Ertragslage schließen, während der auf 19,15 (15,63) Mill. DM erhöhte Rohüberschuß das Ergebnis eines größeren Umsatzes ist. Der Auftragseingang hat sich, wenn auch unter Schwankungen, zufriedenstellend entwickelt. Gegen Jahresende konnten einige umfangreiche Projekte für große Erz- und Kohlenumschlagsanlagen zum Abschluß gebracht werden. Der vorliegende Auftragsbestand gibt vor allem dem Hauptwerk Hamburg für längere Zeit – zum Teil bis in das Jahr 1960 – eine gute Beschäftigung. Wie auf der HV mitgeteilt wurde, beläuft sich der Anteil des Exports am Gesamtumsatz zur Zeit auf rund ein Drittel. kr

Die über Buderus zur Flick-Gruppe gehörende Krauss-Maffei AG, München, hat 1958 eine weitere Umsatzsteigerung erzielt. Das Ergebnis erlaubt, in Verbindung mit der geänderten Körperschaftsteuer, eine Dividende von 8 (7) v. H. auf 13 Mill. DM Kapital. Die Aufträge der Bundesbahn auf elektrische und dieselhydraulische Lokomotiven stellten eine gewisse Grundauslastung für den Zweig "Lokomotiven" dar. Neben Aufträgen und Lieferungen nach Italien und Mozambique wird ein Auftrag über 25 elektrische Lokomotiven aus Indien erwähnt. Der Export deutscher Lokomotiven war auch 1958 durch die günstigen Finanzierungsangebote bedeutender ausländischer Konkurrenten sehr erschwert. Mit der MAN wurde ein Vertrag geschlossen, dessen Ziel die rationelle Zusammenarbeit auf den Gebieten Entwicklung, Versuch und Konstruktion im Fahrzeugbau ist. Der Auftragsbestand zeigt eine die Beschäftigung sichernde Stetigkeit. Das Bilanzvolumen ermäßigte sich auf 70,11 (79,43) Mill. DM.

Die Verwaltung der Ilse Bergbau-Actiengesellschaft, Köln, schlägt für das Geschäftsjahr 1958 erstmals wieder seit 1943 eine Dividende vor, und zwar 10 v. H. auf 3,7 Mill. DM Grundkapital, das sich mit über 50 v. H. bei Gebr. Petscheck (New York) und mit ca. 31 v. H. bei der Vereinigte Industrie-Unternehmungen AG (VIAG), Berlin/Bonn, befindet.

Die Sektkellerei C. A. Kupferberg & Co., K.G.a.A., Mainz am Rhein, schlägt auf Grund des 1958 wfeiter angestiegenen Umsatzes durch ihre persönlich haftenden Gesellschafter eine auf 15. v. H. (12. v. H.) erhöhte Dividende vor. Der Bestand an Roh- und Fertigsekt wurde erneut vergrößert, um eine ausgedehnte Lagerzeit zu sichern. Die eigenen Mittel wurden weiter verstärkt. Die Geschäftsentwicklung im Jahre 1959 ist Zufriedenstellend. Hauptversammlung 30. Juni 1959.

Bei den Rheinischen Stahlwerken beträgt der durchschnittliche Aktienbesitz der Aktionäre nur 3440 DM (und nicht 340 000 DM – wie kürzlich zu lesen war).