Der Ehemann, der seiner Frau mit "ich verstehe dich nicht" begegnet war, als sie ihm den Abonnements-Sündenfall gebeichtet hatte, sprach zu dem Manne vom Studentenwerk so: "Sehen Sie, da erscheint ein Student und sagt meiner Frau, wenn er noch dieses eine Abonnement geworben habe, sei sein nächstes Semester gesichert. Sie tue also ein wirklich gutes Werk. Da konnte meine Frau doch gar nicht anders als unterschreiben."

Die Hausfrau, die da das schöne Gefühl gehabt hatte, daß nun ein Mensch dank ihrer Förderung ins Reich des Geistes eindringe, wurde durch die klare Auskunft der Arbeitsvermittlung des Studentenwerks ihrer Illusion beraubt – und für künftige Fälle gerüstet:

"Wir vermitteln hier täglich achtzig verschiedene Jobs an Studierende, die sich Geld verdienen müssen. Das Hausieren, besonders wenn in so Schamloser Weise Druck ausgeübt wird, ist unserer Meinung nach unwürdig. Wir wissen aber, daß manche Firmen jeden x-beliebigen jungen Mann als Studenten bezeichnen, weil sich das für sie auszahlt. Damit haben wir schon sehr viel Ärger gehabt. Studenten brauchen heute nicht zu betteln."

Eine Auskunft, die einleuchtet. Daß trotzdem gelegentlich Studenten, die gerade nichts Besseres fanden, an den Türen etwas verkaufen möchten, ist möglich. Aber: An ihren Ausweisen sollt ihr sie erkennen. Der akademische Mensch fängt beim Studentenausweis an.