Während es der Dynamit-Actien-Gesellschaft vormals Alfred Nobel & Co., Troisdorf, im Geschäftsjahr 1958 gelang, den Inlandumsatz zu steigern, konnte ein entsprechender Zuwachs im Auslandgeschäft nicht erreicht werden. Die Umsatzsteigerung im Inland war mengenmäßig größer als die wertmäßige Erhöhung, da die Preise unter Druck lagen. Im Auslandgeschäft mit Sprengstoffen und Zündmitteln – das Produktionsprogramm umfaßt außerdem Kunststoffe, diemische Erzeugnisse und Munition – mußte sogar ein Rüdegang in Kauf genommen werden.

Der wertmäßige Gesamtumsatz der Gesellschaft, einschließlich der Beteiligungsgesellschaften und der im Berichtsjahr erworbenen Chemische Werke Witten GmbH., belief sich auf rund 544 Mill. DM. Darin sind rund 27 Mill. DM Konzernumsätze enthalten. Der Umsatz der berichtenden Gesellschaft allein belief sich auf 403 Mill. DM, er lag ebenfalls um 9 v.H. über dem Vorjahresergebnis. Der Auslandsumsatz sank von rund 80 Millionen DM auf 76 Mill. DM, während im Inlandgeschäft eine Umsatzsteigerung von fast 14 v.H. erzielt werden konnte.

Die Dynamit-Gruppe mußte auch im Berichtsjahr erhebliche Mittel für die Errichtung von Betriebsanlagen zur Produktion neuer Produkte und für Kapazitätserweiterungen bei Erzeugnissen mit guten Absatzchancen aufwenden. Bei der berichtenden Gesellschaft allein beliefen sich die Investitionen auf rund 29 Mill. DM; die Tochtergesellschaften investierten zum Teil erheblich mehr. Für die folgenden Geschäftsjahre ist mit ähnlichen Investitionssummen zu rechnen. Dies bedeutet, daß vor allem für die Finanzierung der Investitionen bei den Tochtergesellschaften noch erhebliche Mittel bereitgestellt werden müssen.

Das 1958 erwirtschaftete Ergebnis entspricht der allgemein günstigen Entwicklung der Gruppe. Aus dem Reingewinn in Höhe von 6,7 Mill. DM soll eine von 12 auf 14 v. H. erhöhte Dividende gezahlt werden. M. D.