Der Umsatz der Deutsche Shell AG, Hamburg, ist im Geschäftsjahr 1958 mengenmäßig um 38 v. H auf 3,746 Mill. t gestiegen, hat sich jedoch wertmäßig nur um 11 v. H. auf 1527 (1381) Mill. DM erhöht. Die Verwaltung erklärt die unterschiedliche Entwicklung von Umsatzmenge und Umsatzwert mit dem Überangebot an Mineralölerzeugnissen, das zu nachhaltigen Preiseinbrüchen am Inlandmarkt geführt hat. Die Spanne zwischen Einstandspreisen und Verkaufserlösen ist – dazu bei gestiegenen Kosten – so klein geworden, daß ein Gewinn nicht erwirtschaftet werden konnte. Während das Vorjahr mit einem Reingewinn von 3,64 Mill. DM schloß, ergab sich 1958 ein Verlust von 15,28 Mill. DM.

Auch durch die höheren Abschreibungen – 48,53 Mill. DM gegenüber 35,0 Mill. DM – als Folge, der beträchtlich höheren Investitionen wurde das Ergebnis beeinträchtigt. Die Anlage-Bruttozugänge stiegen im Berichtsjahr auf 180,14 (137,46) Mill. DM, so daß sich das Sachanlagevermögen Ende 1958 auf 483,07 (354,75) Mill. DM stellt. Die Investitionen wurden zum großen Teil durch die Anfang 1958 aufgelegte 7 1/2prozentige Anleihe im Gesamtbetrag von 125 Mill. DM finanziert. Zur Finanzierung der auch im Jahre 1959 beträchtlichen; Investitionen, gleichzeitig aber auch zur Verbesserung des Verhältnisses der eigenen Mittel zum Anlagevermögen, wird das Grundkapital um 100 auf 450 Mill. DM erhöht werden. V. D.