Die Unterweser Reederei AG, Bremen, die zur Spitzengruppe der deutschen Trampfahrer zählt, ist voll in den Besitz der Metallgesellschaft, Frankfurt, übergegangen. Die Reederei, die über elf Frachter mit zusammen 103 500 Tragfähigkeitstonnen und 27 Bugsierschlepper auf Weser und Jade verfügt, hat trotz der Flaute auf den Trampfrachtenmärkten im Jahre 1958 noch recht befriedigend abgeschnitten. Die Ertragseinbußen hielten sich in Grenzen, eine Folge der von der Reederei schon vor geraumer Zeit zu kostenbezogenen Raten abgeschlossenen Frachtverträge mit mehrjähriger Laufzeit, die sich jetzt auszahlen, wo die Raten um etwa 80 v. H. unter den Stand vor zwei Jahren abgefallen sind. Die Beförderungsleistung der URAG-Flotte konnte im Berichtsjahr sogar noch gesteigert werden, und zwar um 0,5 auf 2,2 Mill. Tonnen. Einige Einbußen der Reederei dürften im wesentlichen darauf zurückzuführen sein, daß trotz der erwähnten Festkontrakte zur laufenden Beschäftigung in verstärktem Maße auch Ladungen zu unwirtschaftlichen Tagesfrachtraten abgeschlossen werden mußten. Unter Hinweis auf das schlechte Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital der deutschen Schiffahrt und auf die umfassende Förderung, der sich die ausländischen Flotten erfreuen, hält die Reederei es für erstrebenswert, den deutschen Schiffahrtsunternehmen die Verrechnung eines früheren Jahresgewinns gegen in späteren Jahren aufgetretene Verluste möglich zu machen. W. S.