Die Weltproduktion an Schreibmaschinen (ohne Ostblock) lag 1958 bei. rund 3,6 Millionen Stück, das sind etwa 200 000 weniger als 1957. Im Gemeinsamen Markt der Westeuropaischen Länder ist jedoch . die Schreibmaschinenproduktion gestiegen. In der Bundesrepublik nahm die Erzeugung zu von 730 000 (1957) auf 830 000 Schreibmaschinen, in Italien von 330 000 auf 410 000, in Holland von 190 000 auf 250 000 und in Frankreich von 100 000 auf 140 000. Der

Olympia-Werke AG. AK: 45 Mill. DM. Alleinaktionär: AEG.

Aufsichtsratsvorsitzender: Dr. Hans C. Boden.

Schwerpunkt der Schreibmaschinen-Weltproduktion verlagert sich tatsächlich auf die EWG-Länder; ihr Anteil erhöhte sich bereits von 35 auf rund 50 v. H. Dagegen ist der Produktionsanteil der Vereinigten Staaten im letzten Jahr merklich abgesunken von 44 auf 34 v. H. Das ist nicht nur auf die konjunkturelle Flaute in den Vereinigten Staaten zurückzuführen. Es kommt eine starke Fabrikationsverlagerung amerikanischer Herstellerfirmen in andere Länder hinzu. Vor allem an der Schreibmaschinenherstellung in Holland und Großbritannien sind amerikanische Firmen beteiligt. Diese Firmen exportieren auch in die Vereinigten Staaten. Westdeutschland ist nach wie vor der größte Schreibmaschinen-Exporteur der Welt.

Auf einer Presse-Besprechung der Olympia-Werke AG in Wilhelmshaven sagte Vorstandsmitglied W. Brök, daß etwa die Hälfte des Olympia-Exports an Schreibmaschinen in die Vereinigten Staaten gehe. Die Olympia-Werke (das im Vorjahr auf 45 Mill. DM erhöhte Grundkapital befindet sich voll im Besitz der AEG) gehören heute zu den sechs größten Schreibmaschinenproduzenten der Welt (Royal, Smith-Corona, Marchant, Remington Rand und Underwood in den USA und Olympia und Olivetti in Europa). Während diese sechs Fabriken 1954 einen Anteil von 57 v. H. an der Weltproduktion hatten, lag er 1958 bei etwa 75 v. H.

Der Olympia-Umsatz lag 1958 mit etwa 176 Mill. DM um 22 v. H. über dem Vorjahr, wobei jedoch zum erstenmal die Umsätze von Brunsviga eingeschlossen sind. Der echte Olympia-Umsatz (ohne Brunsviga) nahm um 12 v.H. zu. Obwohl sich das Verhältnis zwischen Bruttoerlös und Ertrag etwas verschlechtert hat – der Preisdruck sei 1958 recht kräftig gewesen –, kann die Gesellschaft durchaus auf ein gutes Geschäftsjahr zurückblicken. Vornehmlich dürfte das der lebhaften Nachfrage nach Kleinschreibmaschinen zu danken sein. (In der gesamten westdeutschen Schreibmaschinen-Produktion trat 1958 bei Kleinschreibmaschinen mit fast 15 v.H. die größte Ausweitung ein.)

Der Reingewinn erhöhte sich von 3,42 auf 5,05 Mill. DM und die Dividende von 10 auf 12 v. H. Auftragseingang und Umsatzentwicklung deuten darauf hin, daß im laufenden Geschäftsjahr mit einer weiteren Umsatzsteigerung gerechnet werden kann. K. D.