Wenn ein Buch und ein Kopf zusammenstoßen, und es klingt hohl, ist es dann allemal das Buch? G. Ch. Lichtenberg

Grock, der Clown, ist tot

Doktor Adrian Wettach, bekannt unter dem Namen "Grock" ist in Italien an einem Herzschlag gestorben. Er war 79 Jahre alt. Über ein halbes Jahrhundert lang hat er sein Publikum lachen gemacht. Grock, der sich zuerst als Schlangenmensch, Klavierstimmer, vierter Mann eines Schrammelquartetts, Kellner, als Akrobat, Jongleur, dummer August und als "echter Chinese" versucht und 1910 seinen Namen gefunden hatte, beherrschte sieben Sprachen und spielte nahezu alle Instrumente. Sein Geheimnis waren hemmungsloses Gelächter, leise Melancholie und viel Herz. Besondere Würze seiner wahrlich virtuosen Clownerien war ein Ausruf, der längst Zitat geworden ist: "nit möglich".

Dichter in die Universität

Um Dichter und Studenten in Kontakt zu bringen, hat die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt eine "Stiftungsgastdozentur für Poetik" geschaffen. "Fragen zeitgenössischer Dichtung" sollen in Vorlesungen, Seminaren und Diskussionen behandelt werden. Die in Rom lebende Lyrikerin Ingeborg Bachmann ist, beginnend mit dem Wintersemester 1959/60, die erste Dozentin: auf insgesamt ein Jahr. Dr. G. Bermann-Fischer (S. Fischer-Verlag) hat die Kosten der Dozentur für die ersten beiden Jahre übernommen.