In vielen Bädern und Erholungsorten steht am Eingang ein Schild „Herzlich willkommen“. Das „Nordseeheilbad“ und „Niedersächsische Staatsbad“ Norderney pflegt eine eigene Note! Ein Schild steht auch am Hafen und es steht gerade dort, wo mein Fuß zum ersten Male die Insel betritt:

Vorsicht! Kaibetrieb! Das Betreten der Kaistraße geschieht auf eigene Gefahr. Wasser- und Schifffahrtsamt Norden.

Was soll ich tun? Kein Hubschrauber ist in Sicht, um mich über die gefährliche Kaistraße hinwegzuheben zum „Empfangsgebäude“ auf der anderen Seite der Straße, wo Omnibus neben Omnibus, Taxe neben VW-Bus, Lkw neben Kabinenroller der Polizei steht. Doch als Fußgänger in der Großstadt bin ich ja das Überqueren gefährlicher Straßen gewöhnt und nehme mir vor, der Kurverwaltung recht dankbar zu sein, daß sie mich daran erinnert, daß auf dieser Insel Verkehrsgefahren lauern.

Um die „Hafenstraße“ mit dem starken Verkehr zu meiden, versuche ich in den kleinen Straßen der nächstliegenden Häusergruppe unterzutauchen. Doch hier sperrt ein Schild meinen Weg:

Kein öffentlicher Weg: Durchgangsverkehr verboten. Bundesvermögensstelle Emden.

Was soll ich nun tun? Zweihundert Meter vor mir auf einer großen freien Fläche sehe ich Kinder spielen, Erwachsene gehen und – ein weiteres Schild.

Betreten des Grundstückes ist verboten. Bundesvermögensstelle Emden.