Die Orenstein-Koppel und Lübecker Maschinenbau AG, Berlin-Dortmund, zahlt für 1958 eine auf 12 (9) v. H. heraufgesetzte Dividende auf das Grundkapital von 16 Mill. DM, das sich zu 56,7 v. H. bei der Hoesch-Gruppe befindet. Damit ist den Aktionären nicht nur die Ermäßigung des Körperschaftsteuersatzes voll zugute gekommen, sondern die Ausschüttung erfuhr darüber hinaus noch eine Abrundung.

Die Produktionsentwicklung war bei den einzelnen Zweigen unterschiedlich; im ganzen könne sie jedoch als befriedigend angesehen werden. Der Umsatz, der im Geschäftsjahr 1957 zurückgegangen war, hat sich um 13,5 v. H. auf 218 (192) Millionen DM erhöht; dabei ist jedoch der Anteil des Exports erheblich auf 28 (38) v. H. zurückgegangen. Im Großbaggerbau war das Geschäft zufriedenstellend. In der zweiten Jahreshälfte steigerte sich mit der Belebung im Baugewerbe auch der Absatz von Baumaschinen. Im Diesellokomotivbau hielt die günstige Entwicklung an.

Dagegen bereitet die anhaltend schwierige Situation im Waggonbau Sorgen. Die finanzielle Lage der Deutschen Bundesbahn, die Hauptauftraggeberin ist, führte zu einer Verringerung der Aufträge; abgesehen davon waren die erzielten Preise nicht mehr auskömmlich. Ein Ausgleich durch einen erhöhten Export ist nur begrenzt möglich. Die Gesellschaft sieht für eine ausreichende Beschäftigung der zwei deutschen Waggonfabriken mit ihren hohen Fertigungskapazitäten nicht mehr genügend Absatzmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang erfährt das Bestreben der Ausbesserungswerke der Deutschen Bundesbahn, die um Neubauaufträge bemüht sind, eine Kritik. Es könne nicht als Aufgabe dieses Verkehrsträgers angesehen werden, selbst zu fabrizieren. Die Produktion sollte der Wirtschaft überlassen bleiben. Im Schiffbaugeschäft konnte die Gesellschaft dagegen einen hohen Umsatz erzielen. Der Auftragseingang war im Berichtsjahr allerdings nur gering. Der neue Großhelgen konnte fertiggestellt werden.

Der Auslandsabsatz erfuhr mannigfache Erschwerungen, nicht nur infolge der Verschlechterung der terms of trade, unter welcher die Rohstoffländer zu leiden haben, sondern auch infolge der Tatsache, daß immer mehr überseeische Länder dazu übergehen, unter dem Schutz von Zöllen Industriegüter selbst herzustellen, so auch Baumaschinen und Waggons. H. K.