Die AG der Dillinger Hüttenwerke in Dillingen/Saar hat auch 1958 Produktion und Absatz weiter gesteigert, wenn auch die Zuwachsraten der Vorjahre nicht mehr erreicht wurden. Während die Exportpreise empfindlich nachgäben, führte das lebhafte Geschäft im französisch-saarländischen Raum zu guten Erlösen. Man war daher mit dem finanziellen Gesamtergebnis wiederum zufrieden. Das erlaubte eine beträchtliche Zuweisung an die Rücklagen sowie den Nachweis eines relativ hohen Jahresgewinns. Das Unternehmen hat seinen Ausrüstungsstand weiter verbessert. Im laufenden Jahr führte die Belebung der Nachfrage auf den Eisen- und Stahlmärkten zu einer beachtlichen Erhöhung der Auftragsreserven.

Die Stahlerzeugung stieg um 7,5 Prozent auf 861000 t, so daß nach dem Hinzukauf von 44 000 t eine Gesamtstahlmenge von 1905 000 (857 000) t zur Verfügung stand. Der Versand von Fertigerzeugnissen wurde um 4 Prozent gesteigert. Auch bei der von der Rezession besonders betroffenen Fabrikation von feuerverzinntem Weißblech konnte ein gutes Resultat erzielt werden. Der Gesamtumsatz wird mit 47,8 (42,5) Mrd. angegeben.

Das Unternehmen hat mit Hilfe von Abschreibungen und Krediten wiederum beträditlidie Investitionen vorgenommen. Das führte u. a. zu einer Zunahme der Stahlkapazität von 7 Prozent. Die Finanzierung weiterer erheblicher Investitionen ist durch die Aufnahme eines langfristigen Bankkredits über 400 Mill. ffrs. und die feste Zusage eines 6-Mill.-DM-Darlehens aus ERP-Mitteln gesichert.

Das mit 12,4 Mrd. ffrs. bilanzierte Anlagevermögen wird von den eigenen Mitteln über 14,6 Mrd. reichlich überdeckt. Die Beteiligungen erhöhten sich auf 5,54 Mrd.; es handelt sich hierbei vornehmlich um die Beteiligung am AK der SOLLAC, Paris. Die Gesamtverbindlichkeiten betrugen 12,4 (13,8) Mrd., die langfristigen Verbindlichkeiten und mittelfristigen Bankkredite haben geringfügig zugenommen. Trotz beträchtlicher Zuweisung an die Reserven verblieb ein Reingewinn von 567 (562) Mill. Daraus wurden unverändert 8 Prozent Dividende auf ein Grundkapital von 6,3 Mrd. ausgeschüttet. W. G.

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Bei der Concordia Bergbau AG, Oberhausen, wird für 1958 unverändert 6 v. H. Dividende auf 21 Mill. DM Grundkapital gezahlt. An Stelle des verstorbenen Bankdir, Dr. E. W. Schmidt wurde der vom Registrierrichter ernannte Bankdir. Georg Wiegmink (Essen) in den Aufsichtsrat gewählt. Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Börner teilte u. a. mit, daß Erwägungen bestehen, das unzulängliche Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdmitteln zu ändern.