• Der amerikanische Außenminister Christian Herter stattete der alten Reichshauptstadt Berlin einen Besuch ab, dem in diesem Moment außerordentliche Bedeutung zukommt. „Unsere Sicherheitsgarantie für Berlin ist eine bindende Verpflichtung, und die Vereinigten Staaten stehen zu ihr.“

Diese freiwillige kategorische Versicherung (niemand hätte sich gewundert, wenn Herter nicht nach Berlin gefahren wäre) ist mehr wert als wochenlange Diskussionen in Genf. Sie wird einigen Kleinmütigen wieder neuen Auftrieb geben.

  • Der amerikanische Vizepräsident Nixon eröffnete im Moskauer Sokolniki-Park die US-Ausstellung. In ungemein freimütigen Gesprächen legte er Chruschtschow den amerikanischen Standpunkt zur Weltlage dar, ehe er seine Rundreise durch die Sowjetunion antrat.

Wenn auch durch diesen Besuch bisher keine Interessengegensätze aus der Welt geschafft worden sind, so zeichnet sich doch die Möglichkeit direkter amerikanischsowjetischer Kontakte ab.

  • Der Ministerrat der EWG hat der Aufnahme Griechenlands als asoziertes Mitglied in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft zugestimmt.

Die EWG zieht ihre Kunden an – für Griechenland scheint sie attraktiver zu sein als der Freihandelsvertrag der „Äußeren Sieben“. Folgt die Türkei nach!

  • In Wien haben die kommunistisch gelenkten und orientierten „Siebten Weltfestspiele der Jugend und Studenten“ begonnen. Zum ersten Male findet diese Veranstaltung, an der etwa 16 000 Delegierte teilnehmen, diesseits des Eisernen Vorhangs statt.