Der Ministerrat der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft hat Griechenland Antrag auf Assoziierung mit der EWG gebilligt. Verhandlungen über Einzelheiten der Zusammenarbeit sollen folgen. – Griechenland ist unter anderem deshalb am Anschluß interessiert, weil die Hälfte seiner Ausfuhr in die EWG-Länder geht.

Folgende Auswirkungen wird der amerikanische Stahlstreik bei einer Dauer von acht Wochen schätzungsweise haben: die Stahlerzeuger büßen Gewinne in Höhe von 250 Mill. Dollar ein, die sie durch anschließende Preiserhöhungen vielleicht zu einem kleinen Teil wieder werden hereinholen können. Da die Stahlindustrie Hauptabnehmer des Steinkohlenbergbaus ist, wird überdies die Mehrzahl der Bergleute zur Kurzarbeit gezwungen. Die Eisenbahnen dürften einen Frachtausfall von 260 Mill. Dollar erleiden. Die Stahlarbeiter selbst haben in acht Wochen einen Lohnausfall von 1 Mrd. Dollar.

Nach Verhandlungen mit den französischen Automobilfabriken haben die saarländischen Kraftwagen-Handelsgesellschaften jetzt ihre DM-Preise für französische Autos bekanntgegeben. Infolge der Zollfreiheit von französischen Lieferungen ins Saarland liegen die Preise um rund 600 bis 1700 DM pro Stück niedriger als im übrigen Bundesgebiet (Peugot Familiale 403: 1716 DM, Citroën DS 19: 1150 DM). – Auch andere französische Waren sind an der Saar biliger: Kognak, Rotwein, Parfümeriewaren, verschiedene Textilien und Lederwaren.

Im Juni war die Monatsproduktion der amerikanischen Autoindustrie die höchste seit September 1955. Es wurden rund 558000 Personenwagen hergestellt, 65 v. H. mehr als im Juni des Vorjahres. Im ersten Halbjahr 1959 betrug der Ausstoß 3 348 000 Personenautos, d. h. 47 v. H. mehr als in der Vergleichszeit des Vorjahres. Im Anteil der einzelnen Konzerne sind größere Veränderungen eingetreten. Auffällig ist besonders der Erfolg der sogenannten „Economy Cars“, kleinerer Wagen der beiden kleinen Firmen American Motors und Studebaker-Packard. Von den „Großen Drei“ vermochte nur Ford seinen Marktanteil zu erweitern.