Sie werden die Schwerkraft der Erde überwinden und auf dem Mond landen.

Da stehen sie dann, ihrer sieben, im konkaven Krater Flegetonte, in jener lastenden Stille, am Fuß eines unheilvoll steinigen Abhangs von viertausend Meter Höhe, der seltsam wie aus Schatten gemacht scheint, obgleich die Sonne unbeweglich strahlt.

Sie verlassen das Raumschiff, versuchen ihre Glieder zu bewegen, kosten die Schwerelosigkeit aus. An die Arbeit, das Lager ist aufzuschlagen.

Alles ist vollkommen, selbst die optimistischsten Menschen auf der Erde hatten nicht so viel erhofft, Paul Hender, der Schiffsarzt, registriert die ersten Beobachtungen: normale Atmung, normaler Herzschlag. Die Raumanzüge sind über jedes Lob erhaben.

Unbeweglich scheint die Sonne. Die Menschen sehen sich an, sprechen zusammen. Sie sind auf dem Mond gelandet, als erste. Ein jahrtausendealter Traum hat sich verwirklicht. Das bedeutet Ruhm, Unsterblichkeit. Einer lacht. Aber sein Lachen in der Höhlung des Raumanzuges hat einen merkwürdigen Klang, plötzlich bricht es ab.

Was ist geschehen? Irgend etwas fehlt. Das erwartete Glücksgefühl, das in ihre Herzen strömen sollte, bleibt aus. Die versprochene Seligkeit, das innerliche Hochgefühl, der wunderbare Schwung des Geistes, der Triumph, der Sieg, wo sind sie? Nichts.

Rings um sie eine Vision wilder Schönheit. Was die züggelloseste Phantasie sich vorher ausmalen konnte, ist ein lächerlicher Scherz im Vergleich mit der Wirklichkeit. Aber der Seele will es nicht gelingen umherzuschweifen, aufzunehmen, sich zu erheben, zu zittern. Warum? Das steht im Gegensatz zur empfindsamen menschlichen Natur.