Die menschliche Stammesgeschichte – Huxley hat sie „die Frage aller Fragen“ genannt – ist für unser Weltbild von größter Wichtigkeit. Welches ist das Ziel der menschlichen Rasse auf unserem Planeten? Werden wir das endgültig klären können?

Einer der größten Forscher, die die Stellung des Menschen innerhalb der Natur untersuchten, war Charles Darwin. Vor genau hundert Jahren erschien sein erstes Hauptwerk. Seitdem wissen wir: Die Stammesgeschichte der Menschheit läßt sich nicht von der Entwicklung der übrigen Lebewesen abtrennen.

Trotz einer außerordentlich umfangreichen Literatur ist sein Schicksal zum Teil noch immer in dunkel gehüllt. Wer war der Mensch Darwin? Wie hat er gelebt? In welchem Verhältnis stehen Persönlichkeit und Werk? Immer noch schwirrt in vielen Köpfen die diffuse Vorstellung umher, er habe die „Affentheorie“ in die Welt gesetzt und damit den Menschen entwürdigt. In dieser Situation begrüßen wir das Erscheinen eines Werkes von

Walter von Wyss: „Darwin – Ein Forscherleben“; Artemis Verlag, Zürich und Stuttgart; 350 S., 8 Abbildungen, 19,– DM.

Im Mittelpunkt der Darstellung steht der Mensch Darwin. Aber von Wyss faßt auch die wesentlichen Gedanken von Darwins Hauptwerken zuverlässig zusammen. Und er berichtet, welche Reaktionen dessen Bücher hervorriefen. Leo Nitschmann