Der Westen hat den unterentwickelten Ländern in den Jahren 1956 bis 1958 aus öffentlichen Mitteln 8,5 Milliarden Dollar Entwicklungshilfe gewährt. Nach einer Statistik der Londoner Sonntagszeitung Observer beliefen sich die privaten Investitionen im gleichen Zeitraum auf 5,9 Milliarden Dollar. Demgegenüber hat der Sowjetblock trotz großer Propaganda den Entwicklungsländern von 1955 bis 1958 nur 1,59 Milliarden Dollar bewilligt, von denen zudem erst 950 Millionen ausgegeben wurden.

Neues Mekka: Peking

Peking hat anscheinend die ideologische Führung der Kommunisten im Irak an sich gezogen. Der irakische Außenminister Hachim Jawad meinte, Peking, nicht Moskau, stachle sie zum Staatsstreich auf. Sowjetische Diplomaten hätten sich des öfteren bei ihm für die Aggressivität der irakischen Kommunisten entschuldigt.

Streit um Südwestafrika

Die UN-Treuhandschafts-Kommission hat ihre Besprechungen mit der südafrikanischen Regierung über das Territorium von Südwestafrika ergebnislos abgebrochen. Die ehemalige deutsche Kolonie war nach dem ersten Weltkrieg vom Völkerbund unter südafrikanische Verwaltung gestellt worden. Die Vereinten Nationen, die sich als Nachfolgeorganisation des Völkerbundes betrachten, wollen jetzt das Gebiet in ihr Treuhandsystem übernehmen. Die südafrikanische Regierung dagegen beharrt auf dem Standpunkt, daß mit dem Ende des Völkerbundes auch dessen Mandat über Südwestafrika erloschen sei.

Verlustliste

Jean-Jacques Babel, ein Schweizer, der sich als Weltbürger Nr. 1 bezeichnet, hat ausgerechnet, daß im Verlauf der letzten 5559 Jahre Menschheitsgeschichte 14 513 Kriege geführt wurden. Fazit: 3 Milliarden 640 Millionen Tote.