Doch das Glück, das ihm auf den Weiden hold war, begleitete ihn nicht in die Spielsäle. Roden rechnet genau vor, was er verlor: 240 000 Mark Erlös von den gestohlenen Rindern, 20 000 Mark Darlehen, 20 000 Mark Hypothek – alles in allem 290 000 Mark. "Wieso nur 240 000 Mark?" fragt der Vorsitzende. "Hier steht 375 000 Mark." Roden: "Die Bauern rechnen eben anders. Und 60 000 Mark hat Mischker bekommen." Aber der will höchstens – "allerhöchstem, Herr Vorsitzender" – 10 000 Mark bekommen haben.

Im vorigen Jahr ist Mischker dann auch aus dem Geschäft ausgestiegen, "weil es zu heiß wurde." Einige Male fuhr Roden allein. Am 7. Juli 1958 schließlich sagte Roden zu seinem Sohn Jürgen: "Komm, Jung’, fährste mit nach Hamburg..." Sie fuhren nach Hannover und brachten Rinderviertel mit nach Hause. Was Jürgen lange vermutet (oder gewußt?) hatte, fand er jetzt bestätigt.

Am 12. Juli fuhr Jürgen wieder mit. In der Gegend von Bad Oeynhausen wurde es ihm schlecht. Er hielt den Kopf aus dem Wagen. Da kam der Polizist...

Es war Rodens 249. Fahrt – seine letzte,