Rund 2500 Seiten DIN A4 (Großformat) können auch Ihnen aufhellen

RH-Hamburg

Warum „z.B. Bernard Buffet, der als Sohn eines armen Fahrradhändlers in einem Hinterhofzimmer aufwuchs, bereits mit neunundzwanzig Jahren Millionär und Schloßbesitzer war und einen Rolls-Royce-Wagen fährt, während Grandma Moses, die erst im Alter von etwa siebzig Jahren zu malen begann, für ihre Kunst in den Vereinigten Staaten mit der Verleihung der Doktorwürde ausgezeichnet wurde“ – ich muß gestehen, ich hatte nie darüber nachgedacht. Um so nachdenklicher aber bin ich jetzt geworden, da mir der Prospekt ins Haus geschickt wurde, dem ich das Zitierte und manche weitere Kostbarkeit entnahm.

„Talent ist Unsinn“

Der Prospekt will auch mir, auch Ihnen, uns allen aus dem Hinterzimmer oder was sonst es unterhalb von Schlössern noch an notfalls Bewohnbarem gibt, heraushelfen. Und alles, was wir brauchen, ist die Fernakademie fürs Malen und Zeichnen, die einem auf „rund 2500 Seiten Din A 4 (Großformat) und mit über 2000 Zeichnungen und Illustrationen“ das nötige Studienmaterial gegen ein Geringes zusenden wird.

Noch zaudernd blättere ich in den sechzehn werbenden Seiten. Ich sehe obendrauf, wie Ingrid Steinhaus, vierzehn Jahre alt, aus Hutzfeld, Kreis Eutin, sich selbst gezeichnet hat, „als sie zwei Monate nach Kursbeginn ihre Studienarbeiten zur kostenlosen Korrektur der Fernakademie einsandte“. Freilich, freilich: „Die leere Redensart vom angeborenen Talent ist Unsinn. Den Beweis dafür liefern Tausende Kursteilnehmer.“

Kein Alter ist „vorgeschrieben“, alle, alle sind willkommen. „Die Beherrschung der deutschen Sprache in Schrift und Wort genügt, um nach unserer Anleitung arbeiten zu können.“