Als Albert Steigenberger, Kommanditist der A. Steigenberger Hotelgesellschaft KG a. A., vor zehn Jahren mit dem Wiederaufbau des Unternehmens begann, besaß das Unternehmen außer einem mittleren Hotel nur noch die Trümmerstätten des Frankfurter Hofes. In der Zwischenzeit wurden 46 Mill. DM investiert, davon wurden 23 Mill. DM über Abschreibungen finanziert. Heute ist Steigenberger mit elf Hotels und zahlreichen Nebenbetrieben der größte deutsche Hotelkonzern. Diese Leistung ist um so erstaunlicher, als ansonsten die Hotellerie nicht auf Rosen gebettet ist. Es gibt aber auch hier einige Rosinen im Kuchen, und zwar in der Gestalt von sanierungswürdigen Häusern. Will man die in ihnen liegenden Chancen nutzen, dann muß in einem erheblichen Umfange investiert werden. Die Mittel hierfür erhält aber nur ein nach kommerziellen Gesichtspunkten geführtes Großunternehmen, und auch nur dann, wenn die Wirtschaftlichkeit eines zu sanierenden Hotels als gesichert erscheint. Die Kunst ist es, aus der großen Zahl von Hotels, die heute zum Kauf angeboten werden, die geeigneten Objekte herauszufinden. Manchmal haben auch die bisherigen Eigentümer – so z. B. Städte und Länder – ein Interesse daran, daß das Haus (Kurhotel) wieder floriert, und sie sind dann bereit, hierfür ein Opfer zu bringen (durch langjährig gestundete Restkaufgelder).

Nun aber entstehen bei einem „aufgebügelten“ Hotel zuerst einmal hohe Anlaufsverluste. Diese sind in steuerlicher Hinsicht nicht unangenehm. Und darin liegt der eigentliche Motor zur Konzentration, die bei Steigenberger ihr Ende offenbar noch nicht gefunden hat. Bei einer solchen Geschäftspolitik haben die freien Aktionäre allerdings nur geringe Dividendenchancen. Bei Steigenberger sind bei einem Grundkapital von 3,8 Millionen DM etwa 10 v. H. in den Händen „freier“ Aktionäre. Ihnen hat der persönlich haftende Gesellschafter, obwohl die vorgetragenen Verluste noch nicht durch Gewinne getilgt sind, für 1958 und 1959 eine Dividende von 6 v. H. angeboten. Seit der Währungsreform hat sich die Bilanzsumme von damals 4,11 Mill. DM auf inzwischen 26,76 Mill. ausgeweitet. Das Anlagevermögen wird nur zu 23 v. H. durch eigene Mittel gedeckt. Alles andere sind Fremdmittel, die jetzt in langfristige Verpflichtungen umgeschuldet werden sollen. Sie werden natürlich verzinst; dem eigentlichen Kapitalgeber des Konzerns ist dies offenbar angenehmer als eine magere Dividende. W. R.

Der Aufsichtsrat der Pfälzischen Hypothekenbank hat beschlossen, zum 12. November 1959 eine außerordentliche Hauptversammlung zur Beschlußfassung über eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 3 : 1, 10 Mill. DM einzuberufen. Die Ausgabe der neuen Aktien soll zum Kurs von 200 v. H. mit Dividendenberechtigung ab 1. Oktober 1959 erfolgen.

Die Deutsche Genossenschaft-Hypotheken Bank AG hat ihr Aktienkapital um 2 Mill. auf 10 Mill. DM erhöht.