In ihrem Bericht für das Geschäftsjahr 1958 hebt die Deutsche Landesrentenbank hervor, daß die wiederum erhebliche Vergrößerung der Bilanzsumme – die Erhöhung erreicht mit 180 Mill. DM etwa den gleichen Betrag wie die Bilanzausweitung im Vorjahr – zum überwiegenden Teil aus der eigenverantwortlichen Banktätigkeit, insbesondere auf dem Gebiet der Hereinnahme und Vergabe langfristiger Gelder, stammt. Durch Ausgabe von Schuldverschreibungen und Aufnahme langfristiger Darlehen hat die Bank 1958 nahezu 130 Mill. DM langfristige Mittel beschafft. Es ist gelungen, in nennenswertem Umfang für die Finanzierung der landwirtschaftlichen Siedlung und der Eingliederung der Vertriebenen Kapitalmarktmittel einzusetzen und so zu einer Entlastung der öffentlichen Haushalte beizutragen, die in den vergangenen Jahren fast ausschließlich die landwirtschaftliche Siedlung und die Ansetzung der Vertriebenen finanziert haben. Diese Tätigkeit hat sich auch im laufenden Jahre fortgesetzt, so daß die landwirtschaftliche Siedlung und auch die Wiederansetzung der vertriebenen Bauern zu einem ansehnlichen Teil aus Kapitalmarktmitteln gefördert werden kann.

In verstärktem Umfange hat die Bank auch Familieneigenheime für Landarbeiter und die sonstige ländliche Bevölkerung mitfinanziert. Von den im Grünen Plan für Landarbeiter ausgeworfenen Beihilfen ist der größte Teil über die Deutsche Landesrentenbank ausgezahlt worden.

Angesichts der vermehrten Aufgaben und vor allem des beträchtlich gesteigerten Umlaufs an Schuldverschreibungen ist das Grundkapital um 5 Mill. DM durch eine Beteiligung des Sondervermögens Ausgleichsfonds auf 16 Mill. DM verstärkt. Der gesamte Gewinn des Geschäftsjahres ist zur Erhöhung der offenen Reserven verwandt worden. Die Bilanzsumme der Bank beträgt Ende 1958 rund 1,3 Mrd. DM. –v.