Der Stromverbrauch im Saarland hat im vergangenen Jahr weiter beträchtlich zugenommen. Das führte im Versorgungsbereich der Vereinigte Saar-Elektrizitäts-AG (VSE) zu einer Erhöhung der Energieabgabe um 15 (10) v H. Nach Angaben des Vorstandes hat sich auch der Energieaustausch mit der Electricite de France verstärkt. Die nutzbare Abgabe betrug bei einem Gesamtbezug von 510 Mill. kWh 93,5 (93) v. H.

Die günstige Geschäftstätigkeit führte in Verbindung mit einer Erhöhung der Verkaufspreise um 5,5 v. H. zu einer befriedigenden Ertragslage. Nach Zuweisung von 53 Mill. französischer Franken (ffr) an die Rücklage für Wertminderungen wird ein Jahresgewinn von 197 Mill. ffr ausgewiesen, der den in den Vorjahren infolge beträchtlicher Stärkung der Reserven aufgelaufenen Buchverlust auf 146 Mill. ffr vermindert. Auch im Rumpfgeschäftsjahr 1959 (1.1. bis 5.7.) hat die Ertragslage befriedigt; der Stromabsatz ist den Erwartungen entsprechend kräftig gestiegen. Man will bezüglich der DM-Preise sich, soweit das noch nicht geschehen ist, an die Preisgestaltung der RWE anlehnen. Allerdings seien die Einstandspreise noch nicht endgültig fixiert.

Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr seine Verteilungsanlagen weiter ausgebaut. Die Finanzierung des Anlagenzuganges von 1,3 Mrd. erfolgte etwa je zur Hälfte durch Kreditaufnahmen und eigene Mittel. Das Grundkapital blieb mit 3 Mrd. ffr unverändert.

W. G.