Erstmals seit 1945 legt die Sächsische Bodencreditanstalt, Berlin/Köln (früher Dresden), einen Geschäftsbericht vor, der die Zeit bis zum 31. 12. 1958 umfaßt. Nach Kriegsende wurde die Bank in ihrem bevorzugten mitteldeutschen Tätigkeitsbericht liquidiert und nach Erfassung des im Bundesgebiet und in Westberlin vorhandenen Vermögens dort weitergeführt. Sie wurde als verlagertes Geldinstitut anerkannt, hatte jedoch ihre Geschäftigkeit auf die Abwicklung der Verbindlichkeiten zu beschränken. 1959 ist die Sächsische Bodencreditanstalt zum Neugeschäft zugelassen worden. Der dadurch möglich gewordenen Umstellung des Grundkapitals auf DM liegt nach dem Bericht des Vorstandes ein Vermögen von rd. 2,2 Mill. DM zugrunde, dessen Aufteilung in Aktienkapital und Reserven noch nicht feststeht. Der in der Bundesrepublik und Westberlin gelegene Anteil des gesamten früheren Darlehensbestandes der Bank beträgt rd. 25 v. H. In der Bilanzsumme zum 31. 12. 1958 werden die umlaufenden Schuldverschreibungen mit 61,1 Mill. DM ausgewiesen. Für 1958 werden 0,13 Mill. DM Jahresgewinn ausgewiesen, der sich um den Vortrag auf 0,15 Mill. DM erhöht.

Die Beteiligung der Franz Haniel & Cie GmbH, Duisburg-Ruhrort, bei der Rheinpreußen GmbH beträgt 50 v. H. – und nicht 30 v. H., wie irrtümlich in der ZEIT Nr. 40 vom 2. 10. 1959 („Konzerne verbinden sich“) zu lesen stand.

Die Nürnberger Lebensversicherung AG kann auf das 75jährige Bestehen zurückblicken. Mit einem Versicherungsbestand von rd. 1,4 Mrd. DM in der Großlebens-, Kleinlebens- und Gruppenversicherungen und einer Prämieneinnahme von 65 Mill. DM (1958) hat sie ihre Position gut behauptet. Zusammen mit der Tochtergesellschaft, der Nürnberger Allgemeine Versicherung-AG (Sachversicherung) verfügt die Nürnberger Versicherungsgruppe über ein Beitragsaufkommen von mehr als 90 Mill. DM im Jahr.

Bei der „Prima“ Lebensversicherungsverein a. G. war die Entwicklung in 1958 erfolgreich. Durch Neuabschlüsse von rund 28 Mill. DM Versicherungssumme – gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um fast 30 v. H. – erhöhte sich die in Deckung befindliche Versicherungssumme zum 31. 12. 1958 auf 124 Mill. An Versicherungsleistungen wurden einschließlich der Rückkäufe 1,426 Mill. ausgezahlt. Den Versicherten sind 20 v. H. der Jahresprämie 1958 und 20 v. H. der Jahresprämie 1959 in der Großlebensversicherung sowie 6 v. H. der Jahresprämie 1958 und 6 v. H. der Jahresprämie 1959 in der Kleinlebensversicherung als Gewinnbeteiligung zugesprochen worden. Die Geschäftsentwicklung war auch 1959 günstig.

Bei der „Prima“ Privatkrankenkasse V. V. a. G. wurde die Entwicklung im Berichtsjahr 1958 wiederum von den Auswirkungen des Gesetzes zur Verbesserung der wirtschaftlichen Sicherung der Arbeiter im Krankheitsfalle vom 26. Juni 1957 beeinträchtigt. Die Auswirkungen zeigen sich sowohl in dem Rückgang des Antragszugangs in den Krankentagegeldtarifen als auch in dem erhöhten Abgang aus dem Versicherungsbestand. In der Krankheitskostenversicherung konnte der Bestand gehalten werden, während in der selbständigen Teil- und Zusatzversicherung ein Anstieg der Monatssollprämie um rund 40 v. H. zu verzeichnen ist. Die Beitragseinnahmen beliefen sich einschließlich Nebenleistungen auf 5,167 Mill. DM, der Versichertenstand ist dabei mit 89 010 Personen ausgewiesen. Die Versicherungsleistungen betrugen im Berichtsjahr 3,108 Mill. Verlust 1958: 97 020 DM

Die Spruchstelle beim Oberlandesgericht Stuttgart hat in dem Verfahren zur Feststellung der Abfindung für die ausscheidenden Gesellschafter der Firma C. H. Knorr GmbH (Heilbronn) den Rechtsanwalt Dr. Manfred Prechtl (Stuttgart), Geschäftsführer des Landesverbandes Baden-Württemberg der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V., Umwandlungsgesetz § 33 als Vertreter der ausscheidenden Gesellschafter bestellt. Hierzu teilt die Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz mit, daß das Gutachten über den Wert der Anteile an der Knorr GmbH, das im Auftrage der Deutschen Maizena Werke GmbH (Hamburg) von der Schwäbischen Treuhand AG (Stuttgart) erstellt wird, dem Oberlandesgericht bis jetzt noch nicht vorgelegt wurde.